Böller, Kracher & Co.: Kein privates Böllern am Strand - Rostock für Schutzzone

Published 1 hour ago
Source: stern.de
Böller, Kracher & Co.: Kein privates Böllern am Strand - Rostock für Schutzzone

An Silvester herrscht in einigen Orten regelrechter Ausnahmezustand. Es wird geböllert, was das Zeug hält. Nicht allen behagt das. Rostock will Schutz- und Ruhezonen, auch am Strand in Warnemünde.

An Rostocks Ostseestränden soll es nach dem Willen der Bürgerschaft zum Jahreswechsel 2026/2027 kein privates Feuerwerk mehr geben. Das Stadtparlament forderte die Stadtverwaltung per Beschluss auf, die Rostocker Natur- und Badestrände sowie die Ostsee vor privatem Feuerwerk zu schützen und Maßnahmen für eine entsprechende Schutzzone im gesamten Strandbereich zu erlassen. Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.Volt wurde auf der ersten regulären Bürgerschaftssitzung des Jahres angenommen. 

Zudem soll in Rostocker Stadtteilen mindestens eine Ruhezone ohne privates Feuerwerk eingerichtet werden, wenn der zuständige Ortsbeirat dies mehrheitlich wünscht. Die Oberbürgermeisterin wurde weiterhin auf Antrag der CDU-Fraktion beauftragt, sich mit dem Städte- und Gemeindetag MV auf Bundesebene für eine Änderung des Sprengstoffrechts einzusetzen, um ein umfassendes Verbot von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 mit ausschließlicher Knallwirkung (Böller) zu ermöglichen.

Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke) hatte in der Debatte gewarnt, dass man Erwartungen in der Bevölkerung wecke, die die Stadt letztlich aber nicht erfüllen könne. Das gelte insbesondere für den 17 Kilometer langen Strand. Es brauche wesentlich mehr Personal, um überall zeitgleich zu sein, so Kröger. "Diese Kapazitäten haben wir nicht." Es könne deshalb zu Enttäuschungen kommen, denn wer Schutzzonen errichte, treffe auf die Erwartung, dass diese auch durchgesetzt würden.

Categories

RostockBöllerSchutzzoneOstseestrandOstseeWarnemündeBündnis 90/Die Grünen