Es war sehr kalt in den vergangenen Tagen. Aber das reicht dennoch nicht, um sicher auf den Gewässern in Hamburg eislaufen zu können. Die Umweltbehörde warnt eindringlich.
Die Eisschicht auf den Hamburger Gewässern sowie der Binnen- und Außenalster sieht zwar verlockend aus, aber die Umweltbehörde warnt dennoch dringend davor, die Eisflächen zu betreten. Das Eis sei trotz der geringen Temperaturen der vergangenen Wochen an vielen Stellen äußerst brüchig und wenn überhaupt nur wenige Zentimeter dick, teilte die Behörde in Hamburg mit.
Lebensgefahr für Mensch und Hund
"Beim Betreten vermeintlich zugefrorener Stellen besteht absolute Lebensgefahr. Vor allem unter Brücken, an Einleitungen oder durch Strömungen bleibt das Eis äußerst dünn, selbst wenn es an der Oberfläche stabil wirkt", hieß es weiter. Eltern sollten ihre Kinder unbedingt auf diese Gefahren hinweisen. Selbst für Hunde bestehe akute Einbruch- und Lebensgefahr.
Bevor etwa die Außenalster für mehrere zehntausend Menschen tragfähig zugefroren ist, müsse sie eine durchgehende Eisdicke von mindestens 20 Zentimetern aufweisen. Doch Eis wachse nur langsam. "Selbst bei dauerhaften Temperaturen von minus zehn Grad nimmt die Dicke nur etwa einen Zentimeter pro Tag zu – vorausgesetzt, keine isolierende Schneeschicht verhindert das Wachstum." Hinzu komme, dass die Alster ein fließendes Gewässer ist und die Eisdicke deshalb sehr ungleichmäßig ist.
Alstereisvergnügen nicht absehbar
Bevor die Alster für das sogenannte Alstereisvergnügen freigeben werden kann, wird das Eis zunächst an mehreren Stellen durch Kernbohrungen gemessen. Doch davon sei die Hansestadt zunächst weit entfernt: "Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass die Voraussetzungen für ein Betreten der Alster in diesem Jahr gegeben sein werden", teilte die Behörde weiter mit. Zuletzt war ein Spaziergang über die Alster im Winter 2010/2011 möglich.
