Reibungsloser Ablauf, hohe Tagesleistungen und ein guter Ertrag – dennoch bleibt ein Wermutstropfen: Der Zuckermarkt sorgt für geringe Preise.
Die Zuckerfabrik im vorpommerschen Anklam hat die Rübenkampagne 2025/2026 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. "Das Zusammenspiel aus Technik, Technologie und dem uns wohlgesonnenen Wetter sorgte für einen reibungslosen Ablauf und Höchstwerte in der Tagesverarbeitung", sagte Geschäftsführer Michael Engel. Das wiederum habe zur Folge, dass die Kampagne deutlich früher ende als in den Vorjahren. "Einziger Wermutstropfen bleiben die äußerst geringen Verkaufspreise am Zuckermarkt."
Mehr als 1,8 Millionen Tonnen Zuckerrüben verarbeitet
Zwischen dem 8. September und dem 22. Januar wurden den Angaben zufolge etwas mehr als 1,8 Millionen Tonnen Zuckerrüben zu Zucker und Nebenprodukten verarbeitet. Bei einem sehr hohen Rübenertrag von mehr als 83 Tonnen je Hektar und einem durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,4 Prozent ergab dies ein Zuckerertrag von gut 14,4 Tonnen je Hektar.
Im Jahr zuvor hatte die Anklamer Zuckerfabrik mit der Verarbeitung von 1,9 Millionen Tonnen Zuckerrüben nach eigenen Angaben ein Rekordergebnis erzielt. Demnach wurden etwa 300.000 Tonnen Zucker hergestellt. Der durchschnittliche Zuckergehalt der Rüben lag damals bei 17,7 Prozent. Weitere Produkte sind Dünn- und Dicksaft sowie Futtermittel. Wichtig ist auch die Gewinnung von Bioenergie aus den Resten der verarbeiteten Zuckerrübe.
Mehr als 300 Agrarbetriebe lieferten Rüben an
Das Anbaugebiet der verarbeiteten Rüben reichte im Westen bis Wismar, im Norden bis Rügen, im Osten bis an die polnische Grenze und im Süden bis in die brandenburgische Uckermark. Lieferanten waren mehr als 300 Landwirtschaftsbetriebe, die auf insgesamt 21.900 Hektar ihrer Äcker Rüben anbauten.
Die 1883 gegründete Zuckerfabrik in Anklam gehört seit 2009 zum niederländischen Konzern Royal Cosun, einer Genossenschaft von rund 9.000 Anbauern landwirtschaftlicher Produkte. Zu ihm gehört in Deutschland auch das Kartoffelwerk in Stavenhagen.
