Die Innensenatorin lobt das Vorgehen von Polizei und Feuerwehr in der Neujahrsnacht und nennt die jüngsten Zahlen zur Bilanz. Für den nächsten Jahreswechsel steckt sie sich ein neues Ziel.
Innensenatorin Iris Spranger hat eine verhalten positive Bilanz der Silvesternacht für Polizei und Feuerwehr in Berlin gezogen. Das entschiedene Vorgehen gegen illegales Feuerwerk, die Pyroverbotszonen und das konsequente Eingreifen der Polizei in der Nacht hätten sich als richtig erwiesen, erklärte die SPD-Politikerin am Neujahrsmorgen. "Dennoch haben wir auch diesmal Gewalt und einen unverantwortlichen Umgang mit Feuerwerk erlebt, bei dem Unbeteiligte und Einsatzkräfte zu Schaden kamen."
Ihre vorläufige Bilanz: Die Polizei nahm nach Sprangers Angaben 420 Menschen kurzzeitig fest. 30 Polizistinnen und Polizisten wurden im Silvestereinsatz verletzt, fünf weitere im Tagdienst.
Die Polizei registrierte zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr genau 2.340 Einsätze, bei der Feuerwehr waren es zwischen 19.00 und 6.00 Uhr etwa 1.830. Die Zahlen bewegen sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Hunderttausende Böller beschlagnahmt
Die Polizei hatte nach Sprangers Angaben 3.200 Kräfte im Silvestereinsatz, dazu fast 900 im alltäglichen Dienst. Bei der Feuerwehr waren 1.600 Rettungs- und Einsatzkräfte im Dienst. Vorab waren den Angaben zufolge mehr als 220.000 Stück Pyrotechnik aus dem Verkehr gezogen worden, darunter 109.000 Stück illegales Feuerwerk. Hunderttausende gefährliche Explosionen seinen verhindert worden.
"Die Polizei Berlin ist während der Silvesternacht konsequent gegen Gewalttäter mit allen rechtstaatlichen Mitteln vorgegangen", erklärte Spranger. "Im nächsten Schritt müssen die Straftaten aus der vergangenen Nacht strafrechtlich schnell und konsequent verfolgt und sanktioniert werden."
Ziel: Nächstes Mal soll niemand zu Schaden kommen
Zugleich dringt die Innensenatorin weiter auf grundlegende Änderungen: "Mein klares Ziel ist, dass beim nächsten Jahreswechsel niemand zu Schaden kommt." Ein Instrument soll eine "Länderöffnungsklausel im Sprengstoffrecht" sein. So könne Berlin selbst entscheiden, "wo wir Feuerwerksverbote erlassen und Pyroerlaubniszonen genehmigen".
