Industrie: "Kein leichtes Jahr" - Gewinn bei Schott schrumpft

Published 3 hours ago
Source: stern.de
Industrie: "Kein leichtes Jahr" - Gewinn bei Schott schrumpft

Das Geschäft von Schott ist im Wandel. Das Geschäft mit Kochfeldern etwa schrumpft, das mit Produkten für die Halbleiterindustrie und für smarte Brillen wächst - und das in schwierigem Umfeld.

Zölle, Handelshemmnisse, weniger Nachfrage, Energiepreise und eine Wertberichtigung haben den Spezialglashersteller Schott belastet. Die Folge war ein deutlich gesunkenes operatives Ergebnis und ein deutlich geschrumpfter Gewinn für das im vergangenen September zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2024/25. Gegensteuern wollen die Mainzer unter anderem mit Effizienzsteigerungen und Innovationen etwa bei speziellem Glas für Datenbrillen. 

Für das Geschäftsjahr 2024/25 stand am Ende ein kaum veränderter Umsatz von 2,83 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich um mehr als 40 Prozent auf etwa 230 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 165 Millionen Euro, 46 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Als Gründe für den EBIT-Rückgang nannte Schott gestiegene Kosten, fehlende Auslastungen und vor allem umfangreiche Wertberichtigungen in Summe von 97 Millionen Euro. Das Unternehmen musste die mittelfristigen Prognosen in zwei Bereichen nach unten schreiben: im Geschäft mit Spezialglas- oder Glaskeramikprodukten etwa für die Pharmabranche und im Geschäft mit Glasprodukten für Haushaltsgeräte, etwa Kochfelder aus Glas. 

Auf das wachsende Geschäft mit speziellem Glas für smarte Datenbrillen wiederum soll mit einer kräftigen Steigerung der Kapazitäten in einem Werk in Malaysia reagiert werden.

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