Mit Eichhorn fehlt Berlins Entdeckung der Saison. Wer jetzt im Mittelfeld ran darf, bleibt spannend.
Fußball-Zweitligist Hertha BSC muss mehrere Wochen auf seinen Jungstar Kennet Eichhorn und Offensivspieler Maurice Krattenmacher verzichten. "Das sind extrem bittere Ausfälle, weil es richtig gute Jungs sind auf dem Platz", sagte Hertha-Trainer Stefan Leitl vor dem Spiel der Berliner beim Karlsruher SC am Samstag (13.00 Uhr/Sky). "Das ist natürlich sehr bitter für uns, dass wir nicht einfach mal in den Flow kommen können, mal mehrere Wochen auch mit einer gleichen Mannschaft zu spielen. Aber jetzt geht es darum, das Ganze zu kompensieren."
Medienberichten zufolge könnte dem 16-jährigen Eichhorn sogar das Saison-Aus drohen. Weitere Untersuchungen sollen demnach Klarheit bringen. Leitl kommentierte Details zu beiden Verletzungen nicht.
Wer könnte Eichhorn ersetzen?
Eichhorn ist bei den Berlinern die Entdeckung der Saison. Mit seinem Debüt im Hinspiel gegen den KSC wurde er zum jüngsten Zweitligaspieler der Geschichte. Zuletzt war er gesetzt und einer der Leistungsträger.
"Du verlierst natürlich mit Kenny jemanden, der sehr ballsicher ist, der sich gut in den Zwischenräumen bewegt und dir auch mit dem ersten Kontakt in der Offensive dann über ein Tempodribbling einen Raumgewinn erzählen kann", sagte Leitl. Auch das Zusammenspiel mit Paul Seguin funktioniere sehr gut.
So haben die Berliner einen Engpass im defensiven Mittelfeld. Diego Demme und Leon Jensen fehlen verletzt. Leitl legte sich nicht fest, wer Eichhorn ersetzt. Es gebe die defensive Variante mit Pascal Klemens oder Boris Mamuzah Lum sowie die offensivere mit Kevin Sessa oder Jeremy Dudziak, sagte der 48-Jährige.
Das Spiel in Karlsruhe ist ein besonderes, weil beide Clubs seit Jahrzehnten eine Freundschaft verbindet. Es könnte nach dem aufsehenerregenden Konflikt zwischen Fans und Polizei beim Spiel der Hertha gegen Schalke auch Proteste der Fanlager geben. Sportlich wollen die Berliner nach dem starken Auftritt gegen die Gelsenkirchener, bei dem aber nur ein Punkt raussprang, in der Tabelle den Anschluss an die Aufstiegsregion halten.
