Nach dem Zusammenstoß von zwei Hochgeschwindigkeitszügen im Süden Spaniens ist ein weiteres Todesopfer geborgen worden. Wie die Regionalregierung am Dienstagabend mitteilte, wurde in dem Zugwrack eine weitere Leiche entdeckt. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten durch das schwere Zugunglück auf 42. 37 der 120 Verletzten befänden sich noch im Krankenhaus, erklärte die Regionalregierung weiter. Vier von ihnen seien Kinder.
Bei dem Unglück war am Sonntagabend ein Hochgeschwindigkeitszug nahe dem Ort Adamuz im Süden Spaniens entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. Das Unglück ereignete sich auf gerader Strecke, die Ursache ist bislang unklar. Die beiden Züge waren mit einer Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern unterwegs.
Spanischen Medien zufolge konzentrierten sich die Untersuchungen auf einen mehr als 30 Zentimeter langen Riss in der Schiene am Unfallort. Dabei könne es sich um eine mangelhafte Schweißnaht oder eine durch die Witterung beschädigte Schweißnaht handeln, hieß es.
Verkehrsminister Óscar Puente sagte, die Ermittler untersuchten, ob ein auf Fotos von der Unfallstelle zu sehender Bruch einer Schiene "die Ursache oder die Folge" des Unglücks sei.
Am Dienstag besuchten König Felipe VI. und Königin Letizia die Unglücksstelle nahe Adamuz und trafen mit Rettungskräften zusammen. Im ganzen Land wehten die Flaggen auf halbmast.
