Die frühere Nationalspielerin stirbt nach langer Krankheit. Auch als Trainerin durfte sie Erfolge feiern.
Die ehemalige Fußball-Nationalspielerin Anouschka Bernhard ist tot. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb die 55-Jährige am Donnerstag nach schwerer Krankheit. "Wir erinnern uns an Anouschka Bernhard als außergewöhnliche Fußballerin, großartige und erfolgreiche Trainerin, aber insbesondere als liebenswerten Menschen und tolle Persönlichkeit", sagte die DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball, Heike Ullrich.
Wie der Verband trauert auch die Funktionärin um einen Menschen, der viele Spuren auf den Fußballplätzen in der ganzen Welt und in den Herzen zahlreicher Menschen hinterlassen habe. "Wir werden sie nie vergessen", sagte Ullrich.
Nach der Karriere als Trainerin unterwegs
Bernhard feierte mit dem FSV Frankfurt in den 1990er Jahren ihre größten sportlichen Erfolge. Zweimal wurde sie deutsche Meisterin und holte zudem den DFB-Pokal. Für die Nationalmannschaft kam sie 47-mal zum Einsatz, wurde 1995 Vizeweltmeisterin und Europameisterin.
Nach dem Ende ihrer Laufbahn führte Bernhard fünf Jahre lang ihre Frankfurterinnen als Trainerin. Danach übernahm sie unter anderem die Studentinnen-Nationalmannschaft und war Jugendkoordinatorin bei Hertha BSC. Nach ihrer Ausbildung zur Fußballlehrerin 2009 arbeitete sie beim DFB im Nachwuchs. Viermal gewann sie mit den U 17-Juniorinnen den EM-Titel. 2020 wurde sie zudem Verbandssportlehrerin des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes.
