Im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst der Länder plant Verdi auch in NRW weitere und ausgeweitete Warnstreiks. Die Aktionen könnten bis zur nächsten Verhandlungsrunde im Februar andauern.
Im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst der Länder sollen die Warnstreiks auch in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Wochen ausgeweitet werden. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi NRW in Düsseldorf an, nachdem die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam keine Einigung gebracht hatte. Wo genau gestreikt werden soll, wurde nicht mitgeteilt. Über konkrete Warnstreikmaßnahmen und Aktionen in Nordrhein-Westfalen würden die Verdi-Bezirke jeweils in den kommenden Tagen informieren, hieß es.
Am Dienstag und Mittwoch hatte es in Nordrhein-Westfalen bereits erste Warnstreiks gegeben, unter anderem an den Unikliniken Köln, Bonn und Essen. NRW-weit hatten sich laut Verdi bereits am Dienstag mehr als 1.000 Beschäftigte an den Aktionen beteiligt. Für Mittwoch hatte Verdi zudem an mehreren Hochschulen und Landeseinrichtungen zu Warnstreiks aufgerufen. "Verdi wird den Druck in den kommenden Wochen weiter erhöhen", erklärte der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter NRW, Frank Bethke.
Verdi: Unikliniken und Verwaltungen könnten betroffen sein
Von den neuen Warnstreiks sollen unter anderem Unikliniken und Verwaltungen betroffen sein, sagte Verdi-Chef Frank Werneke nach der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam. Auch Erzieherinnen und Erzieher in Stadtstaaten könnten in den Ausstand treten. Die Länder-Arbeitgeber hätten "trotz mehrfacher Aufforderung" kein verbindliches Angebot vorgelegt. "In dieser Stunde sind alle Beschäftigten dazu aufgerufen, die Forderungen der Gewerkschaften zu unterstützen", sagte Werneke.
Die Warnstreiks könnten bis zur nächsten Verhandlungsrunde dauern, die vom 11. bis zum 13. Februar geplant ist. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Einkommen – mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt sind rund 2,2 Millionen Menschen betroffen. Auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte soll der Abschluss übertragen werden.
