Vorübergehend an eine Uni in Donald Trumps Amerika wechseln? Die Begeisterung dafür schwächelt. Welche Gründe ein hessisches Ministerium ein Jahr nach Trumps erneutem Amtsantritt dafür sieht.
Während der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump ist bei Hessens Landesprogrammen mit den USA das Interesse an dortigen Studienaufenthalten gesunken. "Diese Entwicklung hatte sich bereits seit Herbst 2024 und erneut seit Sommer 2025 abgezeichnet", teilte das Wissenschaftsministerium in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur mit. Seit einem Jahr regiert Trump erneut im Weißen Haus.
Für das akademische Jahr 2026/27 hätten sich gut ein Drittel weniger hessische Studentinnen und Studenten um einen Studienaufenthalt in den US-Bundesstaaten Wisconsin und Massachusetts beworben als in der Bewerbungsrunde ein Jahr zuvor, ergänzte das Wissenschaftsministerium. Hessen bietet hierfür Landesprogramme.
Weniger Stipendien
Als Gründe für das gesunkene Interesse würden von den Hochschulen "neben den hohen Lebenshaltungskosten in den USA die politische Lage angeführt sowie Unsicherheiten insbesondere bei Studierenden mit Migrationshintergrund", erklärte das hessische Wissenschaftsministerium. Allerdings sei das Interesse an Studienaufenthalten im außereuropäischen Ausland insgesamt rückläufig. Dies könne auch mit einem sinkenden Angebot von Stipendien zusammenhängen.
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