Preise in den Kommunen: Große Unterschiede bei Gebühren fürs Anwohnerparken

Published 22 hours ago
Source: stern.de
Preise in den Kommunen: Große Unterschiede bei Gebühren fürs Anwohnerparken

260 Euro in Münster, 25 Euro in Düsseldorf: Wer in NRW einen Bewohnerparkausweis braucht, kommt in manchen Städten deutlich günstiger weg als in anderen. Eine Kommune plant eine Preissenkung.

Wer einen Bewohnerparkausweis benötigt, muss in den größeren Städten in Nordrhein-Westfalen zum Teil tief in die Tasche greifen. Die Unterschiede bei den Gebühren bleiben groß. Mancherorts soll das Parken nun allerdings günstiger werden.

Wie hoch sind die Gebühren in den einzelnen Städten?

Die Kosten für einen Bewohnerparkausweis unterscheiden sich in den nordrhein-westfälischen Großstädten erheblich. In Düsseldorf zahlen Anwohnerinnen und Anwohner bei einer Online-Beantragung 25 Euro pro Jahr, im Bürgerbüro werden 30 Euro fällig. Bielefeld nimmt für den Online-Antrag 26 Euro, für den persönlichen Antrag ebenfalls 30 Euro. In Duisburg kostet der Bewohnerparkausweis derzeit 30,70 Euro pro Jahr. In Essen liegt der Preis bei 75 Euro pro Jahr, in Bochum bei 90 Euro.

In Köln richtet sich die Gebühr nach der Fahrzeuglänge. Für einen Jahresausweis liegen die Kosten je nach Größe des Autos zwischen 100 und 120 Euro. Eine dreistellige Summe wird auch in Gütersloh fällig: Jährlich 153 Euro sind hier zu zahlen. In Münster beträgt die Gebühr aktuell 260 Euro pro Jahr.

Vergleichsweise hoch ist der Preis in Bonn. Dort kostet ein Bewohnerparkausweis derzeit 360 Euro jährlich. Allerdings hat die Stadt angekündigt, diese Gebühr im Laufe des Jahres 2026 senken zu wollen. 

Einen etwas anderen Weg geht Aachen: Dort wird die Gebühr seit Mai 2025 nach der Fläche des Fahrzeugs berechnet. Pro belegtem Quadratmeter fallen 30 Euro an, zusätzlich erhebt die Stadt eine Verwaltungsgebühr von 15 Euro.

Wird das Bewohnerparken im neuen Jahr teurer?

Grundsätzlich nicht. Mehrere Kommunen teilten auf Anfrage mit, dass für 2026 keine Erhöhung geplant sei - unter anderem Bochum, Düsseldorf, Essen, Gütersloh, Köln und Münster.

Bonn will die bislang vergleichsweise hohe Jahresgebühr von 360 Euro im Laufe des Jahres 2026 senken. Dazu arbeitet die Verwaltung an einer neuen Gebührenordnung. Duisburg prüft dagegen derzeit eine mögliche Erhöhung. "Im kommenden Jahr ist beabsichtigt, den politischen Gremien einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten, der aktuell erarbeitet wird", hieß es. 

Wie funktionieren Bewohnerparkzonen eigentlich?

In einer Bewohnerparkzone dürfen Anwohnende mit Parkausweis zeitlich unbegrenzt oder zu bestimmten Zeiten parken. Für Gäste gilt meist eine Gebührenpflicht oder eine zeitliche Begrenzung. So sollen Dauerparker von außerhalb reduziert und der Parkdruck für die Bewohnerinnen und Bewohner verringert werden. Viele Städte berichten auf Anfrage von positiven Erfahrungen mit dem Konzept. Anwohner haben demnach bessere Chancen, wohnortnah einen Parkplatz zu finden.

Was ist die gesetzliche Grundlage?

Das Straßenverkehrsgesetz (StVG) ist 2024 reformiert worden. Die Städte und Gemeinden haben dadurch mehr Befugnisse erhalten, auch bei den Gebühren für Bewohnerparkausweise. Die Berechnung der Gebühren kann nach verschiedenen Systemen erfolgen.

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