US-Politik: "Verdienen die Wahrheit": Bill Clinton will öffentlich zu Epstein aussagen
stern.de
Saturday, February 7, 2026

Neben Donald Trump gilt auch der ehemalige Präsident Bill Clinton als Freund Jeffrey Epsteins. Jetzt sucht er die Öffentlichkeit. Die Republikaner versuchen, das zu verhindern.Wie tief hängen die Clintons im Skandal um Jeffrey Epsteins Verbrechen? Diese Frage stellen sich nicht nur politische Geg...
Neben Donald Trump gilt auch der ehemalige Präsident Bill Clinton als Freund Jeffrey Epsteins. Jetzt sucht er die Öffentlichkeit. Die Republikaner versuchen, das zu verhindern.
Wie tief hängen die Clintons im Skandal um Jeffrey Epsteins Verbrechen? Diese Frage stellen sich nicht nur politische Gegner des Ex-Präsidenten Bill Clinton und seiner Ehefrau, der ehemaligen Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Eine öffentliche Aussage der beiden wollte aber offenbar vor allem eine Seite verhindern: Donald Trumps Republikaner.
Das behauptet Bill Clinton in einem Post beim Kurznachrichtendienst X. "Ich habe die volle Herausgabe der Epstein-Akten gefordert. Ich habe unter Eid zu Protokoll gegeben, was ich weiß", erklärte er dort. "Ich werde mich nicht von einer verängstigten republikanischen Partei als Requisite in einem Schauprozess hinter verschlossenen Türen nutzen lassen. Wenn sie Antworten wollen, sollten wir das auf die richtige Weise tun: In einer öffentlichen Anhörung, damit die Amerikaner sehen können, worum es hier wirklich geht."
Streit um Aussage von Hillary und Bill Clinton
Die Clintons hatten zunächst abgelehnt, vor einem Gremium des US-Kongresses zum Epstein-Fall auszusagen. Erst in letzter Minute stimmte das Paar am Donnerstag einer Aussage zu, da ihnen mit Zwangsmaßnahmen gedroht wurde. Bei der Ablehnung ging es laut Aussage der Clintons vor allem darum, dass die Befragung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollte.
Auch nach der Zusage sollte es zunächst dabei bleiben. Der Komitee-Vorsitzende James Comer, ein Republikaner, hatte zwar Kameras zugestimmt, es sollten aber nur Teile der Aussagen veröffentlicht werden. "Wer hat denn etwas davon?", fragte Bill Clinton in seinen Posts rhetorisch. "Nicht Epsteins Opfer, die Gerechtigkeit verdienen. Nicht die Öffentlichkeit, die die Wahrheit verdient. Es geht nur um Parteiinteressen."
Von republikanischer Seite wird die Situation aber etwas anders dargestellt. Die Clintons versuchten, die Regeln für ihre Aussage festzulegen, so das Komitee. "Sie wollen die Fakten verdrehen." Auch Republikaner wie der ehemalige Justizminister Bill Barr oder der frühere Arbeitsminister Alex Acosta würden unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen, betonte eine Sprecherin des Komitees. "Die Clintons sind zum Protokoll einer Aussage geladen worden – nicht für eine Anhörung", erklärte sie.
Was wussten die Clintons über Epstein?
Das Ehepaar Clinton pflegte über Jahre Kontakte zu Epstein, allerdings vor dessen Verurteilung als Sexualstraftäter. In den zuletzt veröffentlichten Ermittlungsakten fanden sich Fotos, die etwa Bill Clinton im Swimming Pool mit Epstein und seiner Partnerin Ghislaine Maxwell zeigen. Konkrete Vorwürfe über unangemessene oder gar strafrechtlich relevante Handlungen der Clintons wurden bisher aber nicht aus den Akten abgeleitet. Auch keines der Opfer Epsteins hat bisher Vorwürfe gegen das Ehepaar erhoben.
Donald Trump, der die Clintons ebenfalls lange als Freunde betrachtete, zeigt indessen überraschend wenig Enthusiasmus dafür, seine einstige Gegenkandidatin und ihren Ehemann im Zeugenstand zu sehen. "Es stört mich, dass sie hinter jemandem wie Bill Clinton her sind", sagte er am Mittwoch bei "NBC". "Ich mag Bill Clinton. Immer noch."
Quellen:Bill Clinton, The Hill, Politico, NBC
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