Verkehr: Keine Tempo-30-Schilder mehr an Landshuter Allee in München

Published 2 hours ago
Source: stern.de
Verkehr: Keine Tempo-30-Schilder mehr an Landshuter Allee in München

Die Entscheidung für eine Rückkehr zu Tempo 50 auf der Landshuter Allee gab es schon einige Zeit. Nun hat die Stadt entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Auf der Landshuter Allee in München gilt wieder Tempo 50. Die Schilder mit dem bisherigen Tempolimit 30 sollten nach und nach abmontiert und durch Hinweise auf die neue Höchstgeschwindigkeit ersetzt werden. Das Tempolimit war eingeführt worden, um die Luft entlang des rund 2,5 Kilometer langen Abschnitts des viel befahrenen Mittleren Rings zu verbessern. Wegen der guten Entwicklung der Schadstoffwerte veranlasste die Stadt nun die Rückkehr zu Tempo 50. 

Luft spürbar sauber

"Es hat funktioniert", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf Instagram in Bezug auf gesunkene Stickstoffdioxidwerte. Die Luft sei spürbar sauberer geworden. "Natürlich klingt es erst mal komisch, wenn ich eine Maßnahme, die erfolgreich war, weil sich die Werte verbessert haben, dann wieder aufhebe", sagte Reiter. Aber das Tempolimit sei nur Teil eines Pakets gewesen, auch in der Annahme, dass die Menschen neuere Autos hätten. Zudem sei die Prognose gut. Auch bei Tempo 50 würden die gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffe in diesem Jahr unterschritten, erklärte der Oberbürgermeister.  

Tempo 30 statt schärferes Fahrverbot

Das Tempolimit war im Juni 2024 auf einem rund 2,5 Kilometer langen Abschnitt eingeführt worden - erst vorübergehend, im März 2025 dann dauerhaft. Die Stadt wollte damit die Schadstoffbelastung entlang der vielbefahrenen Landshuter Allee verringern. Zudem sah man die Maßnahme als Möglichkeit, eine Ausweitung des Fahrverbots auf Autos mit der Abgasnorm 5 zu umgehen. 

An der Landshuter Allee lag der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid im vergangenen Jahr mit 38 Mikrogramm pro Kubikmeter 2 Mikrogramm unter dem Grenzwert. Die Unterschreitung der Marke war 2024 erstmals nach 14 Jahren geglückt. 2026 rechnen Experten der Stadt zufolge mit einem Jahresdurchschnitt von 35 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter. 

Stickstoffdioxid entsteht in Großstädten vor allem durch die Dieselmotoren von Fahrzeugen. Der Schadstoff kann Atemwegsbeschwerden sowie eine Vielzahl von Erkrankungen der Lunge und des Herz-Kreislaufsystems verursachen.

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