Im Konflikt um Grönland bleibt das Weiße Haus hart. Die Sprecherin von Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, sagte am Donnerstag in Washington, die Entsendung europäischer Soldaten nach Grönland ändere nichts an Trumps Haltung. Die Bundeswehr hat mit europäischen Nato-Partnern eine Erkundungsmission für mehr Sicherheit in der Arktis gestartet.
Dazu befragt sagte Leavitt: "Ich glaube nicht, dass sich Soldaten in Europa auf den Entscheidungsprozess des Präsidenten auswirken, noch dass sie sein Ziel, Grönland zu erwerben, in irgendeiner Weise beeinflussen." Trump hatte seinen Anspruch auf Grönland unter anderem geopolitisch begründet: "Wenn wir Grönland nicht nehmen, werden es Russland oder China tun, und das werde ich nicht zulassen", sagte er. Die europäischen Nato-Länder erwägen deshalb eine Arktis-Militärmission.
Am Freitag werden auf Einladung Dänemarks 13 Bundeswehrsoldaten auf Grönland erwartet. Am Donnerstag waren bereits rund 15 französische Kräfte in der Hauptstadt Nuuk eingetroffen.
Der Konflikt um Grönland droht die Nato zu spalten. Der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen hatte am Mittwoch nach einem hochrangigen Treffen mit Vertretern der USA und Grönlands in Washington eingeräumt, es gebe keine Annäherung. Trump wolle Grönland weiterhin "erobern".
