Gewerkschaften und Verbände machen Druck für ihre Forderung nach einem Einkommensplus von sieben Prozent für Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder. Sie rufen zu Warnstreiks auf.
Einen Tag vor Beginn der zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder wollen die Gewerkschaften mit Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Am Mittwoch könnte es deshalb zu Arbeitsniederlegungen an den Universitäten und Unikliniken Rostock und Greifswald sowie in den Straßenbauämtern Stralsund und Neustrelitz kommen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte.
Auch an Schulen muss mit Unterrichtsausfällen gerechnet werden, wobei laut Bildungsministerium die Betreuung in den Grund- und Förderschulen gesichert ist. Kundgebungen sind in Schwerin und in Rostock geplant. "Aus Rostock wollen wir an die Arbeitgeber das klare Signal senden, dass wir in der zweiten Verhandlungsrunde ein akzeptables Angebot erwarten", sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer MV Nordost, Mathias Bialuch.
Die Tarifverhandlungen laufen seit 3. Dezember. Die zweite Runde ist für den 15./16. Januar in Potsdam angesetzt.
Für die insgesamt 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert die Gewerkschaft sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert.
