Tarife: Hunderte Hamburger Landesbeschäftigte fordern mehr Geld

Published 5 hours ago
Source: stern.de
Tarife: Hunderte Hamburger Landesbeschäftigte fordern mehr Geld

Die Tarifverhandlungen werden am Donnerstag und Freitag in Potsdam fortgesetzt. Wie lief der Warnstreiktag in Hamburg?

Hunderte Hamburger Landesbeschäftigte haben mehr Geld für ihre Arbeit gefordert. Sie nahmen aus Anlass der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder an einer Kundgebung in der Hansestadt teil. Die Gewerkschaft Verdi hatte zudem zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. 

Die Polizei sagte, bis zu 800 Menschen hätten an der Kundgebung in Hamburg-Bergedorf teilgenommen - Verdi sprach von 1.000 Beschäftigten, die demonstriert hätten.

Eine Verdi-Sprecherin sagte, sie rechne damit, dass es wegen des Warnstreiks Einschränkungen im Veterinär- und Einfuhramt im Hafen gegeben habe. Auch die Servicestellen der Stadt - ehemals als Einwohnermeldeämter bekannt - seien von der befristeten Arbeitsniederlegung betroffen gewesen. Die Gewerkschaft hatte zudem Arbeitnehmer in Fachbehörden, Schulen und bei der Feuerwehr zum Warnstreik aufgerufen. 

Hamburger Behörde: keine gravierenden Auswirkungen 

Die Hamburger Finanzbehörde teilte mit, im Bereich der Schulbehörde seien 230 Streikende gemeldet worden - das seien weniger als ein Prozent der Mitarbeiter gewesen. Der Streik habe also keine gravierenden Auswirkungen auf Schulen und Verwaltung gehabt. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) führt auf Bundesebene die Verhandlungen für die Arbeitgeber. Sie sollen am Donnerstag und Freitag in Potsdam fortgesetzt werden.

Verdi fordert sieben Prozent mehr Gehalt

Verdi verhandelt an Seite des Beamtenbunds DBB mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), dem Arbeitgeberverband der Länder. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Geld im Monat und mindestens 300 Euro mehr. Die Verhandlungen betreffen alle Bundesländer außer Hessen. 

Der TdL-Verhandlungsführer Dressel nannte die Forderung der Gewerkschaften "völlig überzogen". Schließlich sei die Inflation zuletzt auf 1,8 Prozent zurückgegangen. Das müsse berücksichtigt werden.

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