Nach dem Brand am Domplatz bleibt das Eckhaus einsturzgefährdet. Die Stadt sperrt erneut das Areal – was das für Anwohner, Verkehr und Erreichbarkeit bedeutet.
Nach dem Brand in einem historischen Gebäudekomplex in der Silvesternacht am Erfurter Domplatz besteht für das Eckhaus akute Einsturzgefahr. Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit seien daher erneut umfassende Sperrmaßnahmen erforderlich, teilte die Stadtverwaltung Erfurt mit. Das betroffene Areal um den Domplatz sei daher ab heute 15.00 Uhr vollständig gesperrt.
Das habe zur Folge, dass Straßenbahnen sowie Fußgänger und Autos diesen Bereich vorübergehend nicht passieren könnten. Um die Erreichbarkeit des Quartiers Kettenstraße sicherzustellen, werde der Poller am Evangelischen Ratsgymnasium abgesenkt. Zudem werde die Einbahnstraßenregelung in der Domstraße aufgehoben, sodass Anwohner in ihre Häuser gelangen.
Nach derzeitiger Einschätzung werden die Sperrmaßnahmen voraussichtlich für zwei Wochen erforderlich sein. In diesem Zeitraum erfolgten Abbrucharbeiten an dem betreffendem Haus. Das Gebäude solle möglichst erhalten und ein vollständiger Abbruch vermieden werden, hieß es aus der Stadtverwaltung.
Die Straßenbahnlinie 2 wird umgeleitet. Nach Angaben der Erfurter Verkehrsbetriebe komme es wegen der Sperrung auch zu Einschränkungen im Schülerverkehr der Stadtbahnlinie 4. Die an Schultagen zusätzlich fahrenden Bahnen ab Ringelberg verkehren teilweise zu veränderten Zeiten.
Unmittelbar in der Nähe des Erfurter Doms wurden in der Silvesternacht drei historische Gebäude durch den Dachstuhlbrand schwerbeschädigt. Ermittlungsergebnisse deuteten darauf hin, dass Pyrotechnik in der Nähe des Brandorts gezündet wurde.
