Scarlett Johansson bis Cate Blanchett: Hollywoodgrößen sagen der KI den Kampf an

Published 3 hours ago
Source: stern.de
Scarlett Johansson bis Cate Blanchett: Hollywoodgrößen sagen der KI den Kampf an

Scarlett Johansson und Cate Blanchett kämpfen gegen Tech-Konzerne. Ihr Vorwurf: KI-Firmen stehlen systematisch kreative Werke.

In Hollywood formiert sich offizieller Widerstand gegen die Tech-Branche. Unter dem Motto "Stealing Isn't Innovation" ("Diebstahl ist keine Innovation") haben sich mehr als 700 Kreative zusammengeschlossen, um gegen das ungenehmigte Training von KI-Systemen mit urheberrechtlich geschützten Werken zu protestieren. Zu den prominentesten Unterstützern zählen Scarlett Johansson (41), Cate Blanchett (56) und Joseph Gordon-Levitt (44), wie die Human Artistry Campaign bekannt gab.

Die Botschaft der Kampagne ist unmissverständlich: "Big Tech versucht, die Gesetze zu ändern, damit sie weiterhin amerikanische Kunst stehlen können, um ihre KI-Geschäfte aufzubauen - ohne Genehmigung und ohne die Menschen zu bezahlen, die die Arbeit geleistet haben." Dies sei Diebstahl in großem Stil, heißt es in der Erklärung.

Prominente aus allen Bereichen dabei

Die Liste der Unterstützer der Petition liest sich wie ein Who's Who der Unterhaltungsbranche. Neben den Schauspielern, zu denen unter anderem auch Kristen Bell, Michele Mulroney, Olivia Munn und Sean Astin zählen, haben auch Musikgrößen wie Cyndi Lauper, Questlove, LeAnn Rimes und Bands wie R.E.M., OneRepublic und MGMT ihre Namen unter die Kampagne gesetzt. Aus der Literaturszene schlossen sich die Autoren George Saunders, Jodi Picoult und Jonathan Franzen an.

Getragen wird die Initiative von einem breiten Bündnis aus Gewerkschaften und Interessenverbänden, darunter die Writers Guild of America, die Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und die Recording Industry Association of America.

Forderung nach fairen Lizenzvereinbarungen

"Echte Innovation entspringt der menschlichen Motivation, unser Leben zu verändern", erklärte Dr. Moiya McTier, Beraterin der Human Artistry Campaign. KI-Unternehmen gefährdeten die Karrieren von Künstlern und beuteten deren Handwerk aus, um Milliarden an Unternehmensgewinnen anzuhäufen. Die Lösung sieht die Organisation in Lizenzvereinbarungen und der Möglichkeit für Kreative, ihre Werke vom KI-Training auszuschließen.

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