Nach dem ersten Verhandlungstag im Prozess gegen den "Daily Mail"-Verlag zeigte sich Prinz Harry vor Kameras gelassen.
Prinz Harry (41) hat am Montag den ersten Tag eines aufsehenerregenden Prozesses hinter sich gebracht. Vor dem Londoner High Court verklagt er gemeinsam mit weiteren Prominenten den Verlag Associated Newspapers wegen mutmaßlicher illegaler Informationsbeschaffung. Als Kameras den Herzog von Sussex beim Verlassen des Gerichtsgebäudes einfingen und ihn fragten, wie der erste Verhandlungstag gelaufen sei, antwortete er knapp: "Gut, seht gut", wie unter anderem "People" berichtet.
Die zuversichtliche Stimmung kam nicht überraschend. Bereits vor Prozessbeginn hatte ein Sprecher des Prinzen erklärt, Harry fühle sich "zuversichtlich und bereit" für die nächste Phase seiner Klage. Der Prozess gegen den Verlag hinter "Daily Mail", "Mail on Sunday" und "MailOnline" soll insgesamt neun Wochen dauern.
Harrys Klage basiert auf 14 Artikeln
Anwalt David Sherborne, der bereits Johnny Depp (62) vertrat, legte in einer schriftlichen Eingabe dar, worauf sich Harrys Vorwürfe stützen: 14 Artikel, die zwischen 2001 und 2013 erschienen. Diese hätten laut Sherborne einen "zutiefst belastenden Effekt" auf den Herzog von Sussex gehabt und ihn "paranoid bis zur Unkenntlichkeit" gemacht.
Am Donnerstag wird Harry selbst in den Zeugenstand treten, wie aus einem vorläufigen Zeitplan hervorgeht, den britische Medien veröffentlichten. Es wird erst das zweite Mal sein, dass der Prinz vor Gericht aussagt. 2023 machte er als erster hochrangiger britischer Royal seit 130 Jahren Aussagen in einem Rechtsstreit - damals im Verfahren gegen Mirror Group Newspapers wegen Telefon-Hacking. In diesem Prozess wurde Harry mit "erheblicher" Schadensersatz zugesprochen.
Prominente Mitkläger an Harrys Seite
Der Herzog steht mit seinen Vorwürfen nicht allein. Zu den Klägern gehören auch Sir Elton John (78), Elizabeth Hurley (60) und Sadie Frost (60), die Ex-Frau von Jude Law (53). Sie alle werfen dem Medienkonzern vor, über Jahre hinweg mit illegalen Methoden in ihre Privatsphäre eingedrungen zu sein. Der Verlag weist sämtliche Anschuldigungen entschieden zurück.
