3.000 Tonnen Salz im Anmarsch: Wie der Zweckverband Abfallwirtschaft in der Region Hannover mit Salz und 200 Fahrzeugen den nächsten Frostwellen trotzen will – und dabei auch noch die Umwelt schont?
Nach den ersten intensiven Wintereinsätzen im Januar bereitet sich der Zweckverband Abfallwirtschaft in der Region Hannover (aha) auf mögliche weitere Frostperioden vor. Die Streumittellager würden derzeit wieder aufgefüllt, teilte aha mit.
Rund 3.000 Tonnen Salz nachbestellt
Die Stadtreinigung von aha habe rund 3.000 Tonnen Salz nachbestellt. Das Salz werde nach und nach geliefert, bei aha treffen den Angaben nach täglich rund 200 Tonnen ein. Insgesamt verfüge der Zweckverband über Lagerkapazitäten für rund 6.000 Tonnen Streusalz und 3.000 Tonnen Splitt.
Vom 3. bis 12. Januar war die Stadtreinigung demnach im Volleinsatz, um Straßen, Radwege und Rettungsrouten im Stadtgebiet von Hannover freizuhalten. In der Spitze seien mehr als 360 Beschäftigte im Einsatz gewesen, unterstützt durch Personal der Landeshauptstadt Hannover sowie aus anderen Bereichen des Zweckverbands.
Neues Verfahren soll Salzverbrauch senken und Umwelt schonen
Für kommende Glättelagen setzt aha nach eigenen Angaben verstärkt auf das sogenannte Feuchtsalz-Verfahren. Dabei werde Streusalz unmittelbar vor dem Ausbringen mit Sole befeuchtet, sodass es besser auf der Fahrbahn hafte und effizienter wirke. Dies senke den Salzverbrauch und schone die Umwelt, hieß es.
Im Winterdienst stehen laut aha rund 200 Fahrzeuge bereit. Schwere Räum- und Streufahrzeuge sichern demnach vor allem Hauptverkehrsstraßen und Rettungswege, während kleinere Spezialfahrzeuge Radwege, Nebenstraßen und Überwege freihalten sollen. Parallel dazu laufe die technische Wartung der Flotte im Schichtbetrieb, um auch bei längeren Frostphasen einsatzbereit zu bleiben.
Aktuelle Wetterberuhigung dient der Vorbereitung auf neuen Schnee
Die Verantwortlichen sehen sich für die kommenden Wochen gut vorbereitet. Die aktuelle Wetterberuhigung werde genutzt, um Materialreserven aufzustocken und die Technik für weitere Einsätze vorzubereiten, teilte aha mit.
