Nach dem Bruch von SPD und BSW: Umfrage: Meiste Brandenburger für Neuwahl - gegen SPD/CDU

Published 3 hours ago
Source: stern.de
Nach dem Bruch von SPD und BSW: Umfrage: Meiste Brandenburger für Neuwahl - gegen SPD/CDU

Die erste Umfrage nach dem Aus für einzige bundesweite SPD/BSW-Koalition in Brandenburg bringt ein klares Ergebnis zur Frage einer Neuwahl. Wer profitiert in der Sonntagsfrage von der Entwicklung?

Die Mehrheit der Brandenburgerinnen und Brandenburger will nach dem Scheitern der SPD/BSW-Koalition eine Neuwahl - und lehnt eine rot-schwarze Koalition ab. Das ergab eine Umfrage des Instituts Insa-Consulere für die Zeitung "Nordkurier" unter 1.000 Brandenburgern ab 16 Jahren. 68 Prozent von ihnen sind für eine Neuwahl, 29 Prozent sind dagegen.

Eine Mehrheit des Landtags hatte in der vergangenen Woche gegen eine Auflösung des Parlaments mit Neuwahl gestimmt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält eine Neuwahl nicht für sinnvoll, weil damit viel Zeit verlorenginge. Eine SPD/CDU-Koalition, die in Planung ist, hält allerdings eine Mehrheit von 54 Prozent für schlecht. 36 Prozent bewerten sie als gut.

AfD bei Sonntagsfrage stärkste Kraft

Die AfD liegt in der Sonntagsfrage mit 34 Prozent deutlich vorn, gefolgt von der SPD mit 25 Prozent. Die CDU käme auf 13 Prozent. Das BSW - bisheriger Koalitionspartner - würde 8 Prozent erreichen. Die Linke wäre mit 8 Prozent und die Grünen wären mit 5 Prozent nach der Befragung wieder im Landtag vertreten.

Bei der Landtagswahl 2024 kam die SPD auf 30,9 Prozent, die AfD auf 29,2 Prozent, das BSW auf 13,5 Prozent und die CDU auf 12,1 Prozent. Linke und Grüne verfehlten die Fünf-Prozent-Marke. In einer Umfrage von Infratest dimap für den RBB lag die AfD im Dezember 2025 bei 35 Prozent, die SPD erreichte 22 Prozent, das BSW 7 Prozent.

Rot-Schwarz hätte keine Mehrheit

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte die bundesweit einzige SPD/BSW-Koalition in der vergangenen Woche für gescheitert erklärt. Mehrere Abgeordnete waren zuvor aus der BSW-Fraktion ausgetreten, die Fraktion wollte kein Bekenntnis zur Koalition von allen abgeben. SPD und CDU loten derzeit ein gemeinsames Bündnis aus, das möglichst bis Mitte März stehen soll.

Nach der Insa-Umfrage käme eine rot-schwarze Koalition nur auf 38 Prozent und hätte damit keine Mehrheit, die bisherigen Koalitionspartner SPD und BSW erreichten gemeinsam nur 33 Prozent. Eine Koalition mit der AfD, die der Verfassungsschutz Brandenburg als rechtsextremistisch einstuft, schließen die anderen Parteien aus.

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