Donald Trump kommt heute nach Davos – was Sie vor dem mit Spannung erwarteten Auftritt wissen müssen. Und: die Kaulitz-Brüder und das "Wetten, dass...?"-Comeback. Die Lage am Morgen.
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
selten wurde das Weltwirtschaftsforum in Davos mit so viel Spannung erwartet. Das liegt vor allem an einem: Donald Trump. Die Grönland-Annexionsträume des US-Präsidenten, seine neuen Zoll-Drohungen und seine Vorschläge für einen kostenpflichtigen "Friedensrat" bestimmen die Schlagzeilen – und damit auch das wichtige Treffen globaler Eliten in den Schweizer Alpen.
Heute ist es also so weit, Trump kommt – wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden, unter anderem im Liveblog.
Was der US-Präsident wohl sagen wird, wie der Zeitplan aussieht, wer ihn begleitet: Alles, was Sie rund um den Auftritt wissen müssen.
So läuft Donald Trumps Davos-Auftritt
Die Anreise
Heute Vormittag wird Trumps Air Force One am Flughafen Zürich erwartet. Von dort aus geht es mit dem Helikopter nach Davos – bei schlechtem Wetter mit der Panzer-Limousine "The Beast".
Trump hat die größte US-Delegation aller Zeiten im Schlepptau, über 300 Regierungsvertreter. Dabei sind mehrere Kabinettsmitglieder (etwa Außenminister Marco Rubio), der Nahost-Sondergesandte Steve Witkoff und Trump-Berater und Schwiegersohn Jared Kushner.
Unterkommen wird der US-Präsident wohl im 5-Sterne-Hotel AlpenGold, natürlich in der Präsidentensuite (160 Quadratmeter).

© IMAGO/MAXIM THORE
Das Sicherheitsaufgebot
Trumps Davos-Auftritt sorgt für ein enormes Teilnehmerinteresse, laut Schweizer Medien nehmen so viele Gäste aus Politik und Wirtschaft mit besonderem Schutzstatus teil wie nie zuvor. Dazu sorgt der Auftritt für Proteste.
Dementsprechend riesig ist das Sicherheitsaufgebot: Die Schweizer Armee unterstützt die Polizei mit bis zu 5000 Kräften. Dazu sind wohl Hunderte Secret Service-Beamte im Einsatz. Wie die Zeitung "Blick" berichtet, erhalten sie auch Zugang zum Kontrollturm der Flugsicherung.
Der Luftraum ist weiträumig gesperrt, Drohnen-Abwehrsysteme sind im Einsatz. Kosten für die Sicherheit beim Weltwirtschaftsforum: etwa neun Millionen Franken (etwa 9,7 Millionen Euro).

© Gian Ehrenzeller
Der offizielle Zeitplan
Um 14.10 Uhr ist eine offizielle Begrüßung beim Weltwirtschaftsforum geplant, um 14.30 Uhr hält Trump dann seine Rede, angesetzt sind dafür 45 Minuten.
Im Anschluss führt der US-Präsident persönliche Gespräche mit Staatschefs. Auch Friedrich Merz hat erklärt, er hoffe auf ein persönliches Gespräch.
Danach lädt Trump zum Empfang für internationale CEOs, etwa aus der Finanz- und Krypto-Welt.
Für Donnerstagvormittag ist dann die Unterzeichnung der Charta für den umstrittenen "Friedensrat" geplant.
Die Rede
Erwartet wird, dass Donald Trumps Rede eine Mischung aus Eigenlob und Innen- und Außenpolitik wird: "Ich denke, ich werde vor allem über die enormen Erfolge sprechen, die wir im vergangenen Jahr erzielt haben", sagte er selbst im Vorfeld.
Außenpolitisch wird Trump wohl über Grönland sprechen – und möglicherweise über die damit verbundenen Zolldrohungen, mit denen er die Europäer brüskiert hat. Als innenpolitisches Thema will der US-Präsident "Initiativen zur Senkung der Wohnkosten" vorstellen, um Kritik an den steigenden Lebenshaltungskosten in den USA zu begegnen.
Die Grönland-Gespräche
Es seien viele Treffen zur Zukunft Grönlands, erklärte Trump vor seiner Abreise. Genauer wurde er nicht. Er denke, "die Dinge werden ziemlich gut laufen". Man werde eine Lösung finden, mit der die Nato und die USA "sehr glücklich" sein werden.
Davon, dass die USA auf Grönland angewiesen seien, wich Trump nicht ab. Wie weit er gehen werde, um die größte Insel der Welt in seinen Besitz zu bringen? "Das werden Sie sehen."
5-Minuten-Talk: Warum heute der Zauberberg brennen könnte
Auch im 5-Minuten-Talk geht es um den Trump-Auftritt in Davos. Die Europäer fürchten einen neuen Eklat, auf drei Feldern könnte es Probleme geben, analysieren die stern-Politikchefs Veit Medick und Jan Rosenkranz:
Die Kaulitz-Brüder und das Wetten, dass…?-Comeback
"Wetten, dass…?" war früher das große Fernseh-Lagerfeuer: Millionen schauten zu, Familien versammelten sich vor den Bildschirmen, die Kinder durften länger aufbleiben, wenn Thomas Gottschalk mal wieder überzog.
Das Ende der Sendung – es zog sich: Im Dezember 2010 der schlimme Unfall von Samuel Koch in der Livesendung, im Sommer darauf der Rückzug von "Thommy". Zwei Jahre lang übernahm Markus Lanz, Ende 2014 wurde die Sendung eingestellt.
Dann kam Gottschalk nochmal zurück, moderierte zwischen 2021 und 2023 diverse Ausgaben. Da war das Lagerfeuer schon abgebrannt. "Es mangelte am Ende nicht am Mythos, sondern am Gegenwartsgefühl", schreibt meine Kollegin Viorica Engelhardt. "Denn als sich die Welt veränderte, blieb ihr ikonischer Moderator Thomas Gottschalk leider stehen."
Jetzt ist die ZDF-Kultsendung wieder da: mit Bill und Tom Kaulitz als Moderatoren-Duo. In ihrem Podcast haben sich die Brüder jetzt selbst geäußert – was sie gesagt haben, lesen Sie hier:
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