Bei einem verheerenden Brand in einem Einkaufszentrum in Pakistans bevölkerungsreichster Stadt Karachi sind mindestens 55 Menschen ums Leben gekommen. Seit dem Unglück am Samstagabend seien 55 Leichen geborgen worden, teilten die Behörden am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Angehörige von weiterhin vermissten Menschen kritisierten, dass die Bergungsarbeiten an dem Kaufhauskomplex "Gul Plaza" zu langsam vorangehe.
Die Suche nach möglichen weiteren Opfern wurde am Donnerstag in der abgebrannten Ruine des "Gul Plaza" fortgesetzt. Das dreistöckige Gebäude mit seinen rund 1200 Geschäften zählte zu den meistbesuchten Einkaufszentren von Karachi.
Summaiya Syed von der regionalen Gesundheitsbehörde hatte am Mittwoch vor Journalisten vor der Leichenhalle eines Krankenhauses gesagt, die Leichen der Brandopfer könnten erst nach einem DNA-Abgleich an die Angehörigen übergeben werden. Mehr als 50 Familien hätten dazu bereits DNA-Proben abgegeben.
Auf Karachis Märkten und in den dortigen Fabriken brechen immer wieder Feuer aus. Eine derartig hohe Opferzahl bei einem Brand ist allerdings selten. Warum das Feuer in dem Einkaufszentrum ausbrach, war zunächst unklar. Die Regierung setzte einen Untersuchungsausschuss zur Klärung der Brandursache ein.
