In der Nacht flogen mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen ein Wohnhaus in Bremen. Nun beschäftigt ein im Internet veröffentlichtes Schreiben die Ermittler des Staatsschutzes.
Nach der Farbattacke auf das Wohnhaus des Leiters des Bremer Verfassungsschutzes ist im Internet ein Schreiben veröffentlicht worden. Darin bezichtigen sich bislang unbekannte Verfasser selbst der Tat, wie die Polizei mitteilte. Der Text sei auf einer linksextremen Plattform erschienen.
Darin schilderten die Verfasser den nächtlichen Angriff und erklärten, sie lehnten den Verfassungsschutz grundsätzlich ab. Zudem enthalte das Schreiben eine Drohbotschaft gegen den Behördenleiter. Der Staatsschutz prüft die Echtheit.
Innensenatorin verurteilt Angriff
Unbekannte hatten in der Nacht zu Samstag mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen die Hauswand des Behördenleiters geworfen. Außerdem wurde ein Auto einer unbeteiligten Nachbarsfamilie beschädigt, Scheiben eingeschlagen und Reifen zerstochen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.
Bremens Innensenatorin Eva Högl (SPD) verurteilte den Angriff scharf und sprach von einer "absoluten Grenzüberschreitung". Nach ihren Angaben könnte die Tat im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Enttarnung einer Vertrauensperson in der linksextremistischen Szene stehen. Der Angriff zeige, dass gewaltbereite Extremisten zu Recht im Fokus der Sicherheitsbehörden stünden, sagte Högl.
