Kulturministerin Binz hat mehr Geld für Kultur zur Verfügung und einen kulturpolitischen Entwicklungsplan auf den Weg gebracht – mit einigen Schwerpunkten.
Die Kultur in Rheinland-Pfalz ist nach der Pandemie laut Ministerin Katharina Binz von "Erholung und Aufbruch" geprägt. 2023 und 2024 seien zwei Jahre gewesen, "die sehr, sehr stark davon geprägt waren, die Kulturpolitische Strategie neu aufgestellt zu haben", sagte die Grünen-Politikerin bei der Vorstellung des vierten Kulturförderberichts in Mainz.
Dazu gehöre eine Erhöhung des Kulturetats: Die 108,6 Millionen Euro (2024) seien 2025 noch einmal um zwölf und im neuen Jahr um 14 Prozent aufgestockt worden. Zudem habe ihr Haus einen Kulturentwicklungsplan erarbeitet und auf den Weg gebracht, der die Kulturpolitik langfristig prägen werde. Zentrale Leitthemen sind: die Stärkung regionaler Kulturlandschaften, bessere Rahmenbedingungen für Kunst- und Kulturproduktion sowie eine stärkere gesellschaftliche Verankerung von Kultur.
Landesportal bietet Überblick über kulturelles Erbe
Den Ausbau der Landesmusikakademie als Zentrum der Laienmusik, mehr Geld für Musikschulen und Bibliotheken, die freie Kulturszene sowie die Nachwuchsförderung in Jazz, Pop und Rock und Provenienzforschung nannte Binz als Beispiele.
Dazu kommen das Landesportal "Kreuz-Rad-Löwe", das das kulturelle Erbe vorstellt, und als Folge der Flutkatastrophe im Ahrtal ein landesweites Kulturgut-Kataster, das erfasst, wo welche Kulturschätze gelagert sind.
Der Kulturförderbericht bildet die Ausgaben der Landesregierung ab. Dazu kommen Gelder der Kommunen, die etwa die Hälfte der Kulturausgaben in Rheinland-Pfalz tragen, sowie Förderungen aus Bundesprogrammen, Stiftungen und der Wirtschaft.
