Kostenlose Rücksendungen: Kontosperrung droht: Versandhändler bestraft Kunden mit zu vielen Retouren

Published 4 hours ago
Source: stern.de
Kostenlose Rücksendungen: Kontosperrung droht: Versandhändler bestraft Kunden mit zu vielen Retouren

Kostenlose Rücksendungen verursachen Kosten für Händler. Ein großes Mode-Unternehmen greift jetzt gegen Kundinnen und Kunden, die zu viele Bestellungen zurücksenden, hart durch.

Erstmal bestellen – und wenn es nicht passt oder nicht gefällt, kann man es ja immer noch kostenlos zurückschicken: Viele große Versandhändler wie Amazon oder Zalando bieten ihren Kundinnen und Kunden kostenlose Rücksendungen an. Was für Verbraucherinnen und Verbraucher zum bequemen Online-Shopping gehört, ist für die Unternehmen oft mit hohen Kosten verbunden. Aus diesem Grund will der Versandhändler Otto nun gegen Kunden durchgreifen, die zu viele Bestellungen zurücksenden, wie "textilwirtschaft.de" berichtet.

Wer zu viel zurcksendet, dem wird das Konto gesperrt.

Retoursendungen verursachen nicht nur durch Transport und Bearbeitung zusätzliche Kosten für die Versandhändler, sondern belasten aufgrund von Transport und Verpackung auch die Umwelt. Um die Zahl der Rücksendungen zu reduzieren, geht Versandhändler Otto jetzt einen neuen Schritt und will Kundinnen und Kunden, die zu viele Bestellungen zurücksenden, sanktionieren.

So kann es laut "textilwirtschaft.de" dazu kommen, dass Otto Geschäftsbeziehungen mit Kundinnen und Kunden kündigt, wenn diese auffällig viele Retouren zurücksenden. Das soll aber nur die letzte Maßnahme sein. Eine genaue Zahl, ab wann das der Fall sei, nennt das Unternehmen nicht, laut "textilwirtschaft.de" müsse die Zahl der Rücksendungen über einen längeren Zeitraum bei 90 Prozent liegen. Jedoch werden alle Kundinnen und Kunden, denen die Sperrung des Kontos droht, vorab mehrfach gewarnt.

Zuvor können andere Maßnahmen greifen, wie etwa eine Einschränkung bei den Zahlungsmöglichkeiten. Auf Rechnung zu bestellen, könnte dann für bestimmte Kundinnen und Kunden nicht mehr möglich sein. Der Gedanke dahinter ist, dass entsprechend weniger Produkte bestellt werden, wenn direkt dafür bezahlt werden muss.