Katastrophenschutz: Freiwillige Krisenhelfer sollen per Handy alarmiert werden

Published 4 hours ago
Source: stern.de
Katastrophenschutz: Freiwillige Krisenhelfer sollen per Handy alarmiert werden

Berlin will freiwillige Helfer bald digital vernetzen. Sie sollen im Krisen- und Katastrophenfall per WhatsApp alarmiert werden. Was steckt hinter dem neuen System?

Berlin will bei künftigen Krisen und Katastrophen verstärkt auf den spontanen Einsatz freiwilliger Helfer setzen. Das sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) nach einem Treffen mit den Bürgermeistern der Berliner Bezirke, bei dem über Konsequenzen aus dem tagelangen Stromausfall im Berliner Südwesten beraten wurde. Dafür soll die Software KatHelfer des Telekom-Tochterunternehmens T-Systems genutzt werden.

Sie ist dafür gedacht, freiwillige Helfer, die nicht ohnehin für Hilfsorganisationen arbeiten, im Katastrophenfall besser zu vernetzen und zu organisieren. Wer grundsätzlich bereit ist, dann zu helfen, kann sich registrieren lassen und dabei auch Angaben zu eigenen Fähigkeiten machen. 

Alarmierung kommt per Messenger

So lässt sich einschätzen, ob jemand eher zum Übersetzen, zum Schultern schwerer Lasten oder zum Befüllen von Sandsäcken geeignet ist. Im Bedarfsfall kommt dann eine Alarmierung per Messenger wie Signal, WhatsApp oder Telegram aufs Smartphone. 

Weil Informationen zu möglichen Einsatzbereichen bereits vorliegen, lassen sich Helfer schneller dort einteilen, wo sie je nach ihren Kompetenzen und Talenten gebraucht werden. 

Einen Starttermin für das KatHelfer-Projekt in Berlin gibt es Spranger zufolge noch nicht. Die Innensenatorin will damit aber keine Zeit verlieren. Berlin sei das erste Bundesland, das damit arbeiten werde.

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