Jindal will Stahlsparte kaufen: Thyssenkrupp Steel: IG Metall lehnt weiteren Stellenabbau ab

Published 4 hours ago
Source: stern.de
Jindal will Stahlsparte kaufen: Thyssenkrupp Steel: IG Metall lehnt weiteren Stellenabbau ab

Jindal pocht laut einem Medienbericht auf mehr Einsparungen als bisher vereinbart. Die IG Metall hält dagegen: "Für uns sind die Vereinbarungen des Sanierungstarifvertrages unantastbar."

In den Verhandlungen über eine Übernahme des Stahlherstellers Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) soll der indische Stahlkonzern Jindal laut einem Medienbericht weitere Kostensenkungen verlangen. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, soll Jindal auf größere Einsparungen dringen, als sie bislang von TKSE und IG Metall vereinbart wurden.

Über die bislang in einem Sanierungstarifvertrag vereinbarten 11.000 Stellen hinaus könnten dann weitere 2.000 oder 3.000 Stellen wegfallen, befürchtet die Gewerkschaft. Derzeit hat TKSE 26.000 Mitarbeiter. Jindal prüft derzeit die Bücher der Thyssenkrupp-Stahlsparte, die Deutschlands größter Stahlerzeuger ist.

IG Metall: Sanierungsvereinbarungen sind "unantastbar"

"Für uns sind die Vereinbarungen des Sanierungstarifvertrages unantastbar", sagte der NRW-Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler, der Zeitung. Man sei davon überzeugt, dass sie ausreichen, um den Stahlbereich von Thyssenkrupp in eine gute Zukunft zu führen. "Wir erwarten von Jindal, dass sie auf dieser Basis ein Konzept für die Zukunftsfähigkeit von TKSE auf den Tisch legen", so Giesler weiter. 

Eine Jindal-Sprecherin sagte der "Rheinischen Post", dass man bis zum Abschluss der Verhandlungen keine Stellung zu konkreten Details nehmen könne. "Unabhängig davon beteiligen wir uns grundsätzlich nicht an Spekulationen."

Die Konzernmutter Thyssenkrupp AG wollte die Informationen ebenfalls nicht kommentieren. Man bitte um Verständnis, "dass wir uns zu einzelnen Aussagen, die zum jetzigen Zeitpunkt lediglich einen Zwischenstand darstellen können, nicht äußern", sagte ein Sprecher der "Rheinischen Post".

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