Japanese Cheesecake: Zwei Zutaten und viel Hype: Diesen viralen Cheesecake "backt" man im Kühlschrank

Published 1 hour ago
Source: stern.de
Japanese Cheesecake: Zwei Zutaten und viel Hype: Diesen viralen Cheesecake "backt" man im Kühlschrank

Der Hype um "Japanese Cheesecake" in den sozialen Netzwerken ist riesig. Kein Wunder: Man braucht nicht mehr als zwei Zutaten und etwas Geduld. Hier erfahren Sie, was dahinter steckt.

Skurrile oder besonders edle Zutaten, viel Zucker oder eine besonders hübsche Präsentation – wenn ein Essen in den sozialen Medien durch die Decke geht, kann das aus ganz unterschiedlichen Gründen passieren. Der "Japanese Cheesecake" etwa ist wahnsinnig leicht nachzumachen und benötigt Zutaten, die leicht und günstig zu bekommen sind. Einen Ofen braucht man für die Zubereitung nicht. 

Der Name ist irreführend. Wer an die typisch-fluffigen japanischen Schwammkuchen als Basis denkt, liegt falsch. Hinter dem vermeintlichen "Kuchen" versteckt sich eine süße Kaltspeise aus Joghurt und Keksen. Den Namen hat die Hype-Speise, weil sie zuerst in japanischen Social-Kanälen die Runde gemacht hat. US-Tiktoker wandelten das Rezept leicht ab, sodass der Geschmack an Cheesecake erinnert.

Japanese Cheesecake mit zwei Zutaten

Eine detaillierte Backanleitung braucht man nicht. Man nehme einen großen Bescher griechischen Joghurt, alternativ geht auch Skyr. Dann steckt man senkrecht längliche Kekse hinein. Im Original sind das die französischen Sablé-Biskuits, die US-Variante setzt auf Biscoff-Kekse des belgischen Herstellers Lotus. Eine weitere Variante ist klassischer Spekulatius.

Der Trick ist nun, die Kekse so hineinzustecken, dass zwischen ihnen nur wenig Raum für den Joghurt bleibt. Ist der Becher zu Beginn sehr voll, muss man zuerst etwas Joghurt ablöffeln. Am Ende packt man den Deckel wieder drauf und stellt den "Kuchen" für einige Stunden in den Kühlschrank, am besten über Nacht. 

Tiktok Biscoff japanese cheesecake

Das Ergebnis kann man am nächsten Tag bewundern: Der Joghurt lässt die Kekse aufweichen, gleichzeitig nimmt er den intensiven Karamellgeschmack der Kekse auf. Die kleine Köstlichkeit schmeckt dadurch intensiv, bleibt im Vergleich zu klassischem Käsekuchen durch das Weglassen von Sahne, Eiern und zusätzlichem Zucker aber deutlich kalorienärmer.

Hype-Keks Biscoff

Lotus und andere Hersteller der eigentlich Speculoos genannten Karamell-Kekse merken den Trend bereits. Man habe 16 Prozent höhere Verkäufe als sonst um diese Jahreszeit, erklärte der Lotus-Konkurrent Delhaize bei "Flanderninfo". Auch andere Hersteller der belgischen Spezialität bemerken demnach einen Anstieg der Nachfrage. 

Speculoos klingt zwar wie Spekulatius und schmeckt auch ähnlich, ist aber eine Abwandlung vom niederländischen Originalrezept. Während der originale Speculaas zahlreiche exotische Gewürze verwendet, verzichtet Speculoos darauf. Der Name weist sogar darauf hin: Speculaas leitet sich nach einer Theorie vom niederländischen Wort für Gewürz (Specerijen) und dem Nikolaus-Äquivalent Sinterklaas ab.Speculoos bedeutet "ohne Gewürz". Lotus hatte zunächst in anderen Ländern begonnen, sein Speculoos als Biscoff zu verkaufen, mittlerweile heißt er auch in der Heimat so. 

Unter dem internationalen Namen waren die Kekse auch schon vor dem japanischen Cheesecake eine beliebte Trend-Zutat. Ob als Kuchenboden oder als Streusel auf Donuts oder Milchshakes: Immer öfter tauchen die Kekse mit dem markanten Geschmack auch in anderen Leckereien auf. Der Hersteller weiß den Trend zu nutzen und brachte etwa eine Streichcreme mit Biscoff-Geschmack auf den Markt.

Quellen:Tiktok, VRT

Categories

ZutatHypeKühlschrankTiktok