Es ist eine Erinnerung an das Leid von Millionen Opfern. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke und Landtagspräsidentin Liedtke wenden sich gegen Hass und Hetze.
Am Holocaust-Gedenktag hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zum Engagement gegen Hass und Ausgrenzung aufgerufen. "Erinnerung ist Verantwortung", sagte der SPD-Politiker in der Gedenkstätte Sachsenhausen laut Mitteilung. "Sachsenhausen mahnt und erinnert uns an das unermessliche Leid der Frauen, Männer und Kinder, die vom nationalsozialistischen Regime entrechtet, gequält und ermordet wurden." Es gehe darum, das Versprechen zu bekräftigen, Menschenwürde zu schützen "und jeder Form von Hass und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten", sagte Woidke.
Landtagspräsidentin: Extremismus gefährdet Demokratie
Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke sieht den Holocaust als Verpflichtung zu Erinnerung, aber auch Demut und Widerspruch gegenüber Extremismus, Hass und zerstörerischer Hetze. "Antisemitische Angriffe, Bedrohungen und Schmierereien greifen nicht nur einzelne an. Sie sind keine Randerscheinungen, sondern eine Gefährdung unserer demokratischen Ordnung", sagte sie im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg.
Zahlreiche Städte setzten mit Gedenkveranstaltungen und Kranzniederlegungen ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. Seit 1996 wird der 27. Januar in Deutschland als Holocaust-Gedenktag begangen.
Auschwitz am 27. Januar 1945 befreit
Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Truppen die Überlebenden des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz im besetzten Polen befreit. Die Nazis hatten dort mehr als eine Million Menschen ermordet, überwiegend Juden.
