Farblos, geruchlos und nur wenige Stunden nachweisbar: K.-o.-Tropfen sind tückisch. Die CDU-Fraktion will Straftaten damit nun stärker in den Blick nehmen.
Die CDU-Landtagsfraktion will eine stärkere Prävention und mehr Opferschutz bei K.-o.-Tropfen. Gemeinsam mit den Koalitionspartnern sei dazu für die nächste Landtagssitzung ein Antrag eingebracht worden, teilte die Fraktion mit. Es gelte, Straftaten durch den Einsatz von K.-o.-Tropfen entschlossen entgegenzutreten.
Ziel des Vorstoßes sei es, erstmals eine statistische Erfassung dieser Taten in Thüringen zu ermöglichen. Neben einer umfassenden Präventionsstrategie solle zugleich die Aufklärung deutlich gestärkt und Fachpersonal sensibilisiert werden. "K.-o.-Tropfen sind ein perfides Tatmittel", erklärte die CDU-Gleichstellungspolitikerin Jane Croll. Gerade Frauen und Mädchen seien überdurchschnittlich häufig betroffen.
"Sie nehmen den Betroffenen die Kontrolle über den eigenen Körper und hinterlassen oft schwere psychische und körperliche Folgen – ganz unabhängig davon, ob es zu weiteren Straftaten kommt", so Croll. Straftaten unter Einsatz von K.-o.-Tropfen seien aufgrund der kurzen Nachweisbarkeit nur schwer aufzuklären. Gleichzeitig fehlten im Freistaat belastbare Zahlen, um das tatsächliche Ausmaß sichtbar zu machen.
