Droht bei der Fußball-WM, die unter anderem in den USA stattfindet, Chaos? Fifa-Boss Gianni Infantino bleibt entspannt – und bringt dabei britische Fans gegen sich auf.
Bei Fußballfans ist Fifa-Präsident Gianni Infantino ohnehin nicht besonders beliebt, im Ansehen der britischen Anhänger ist der Funktionär noch einmal gesunken. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sprach Infantino über die Weltmeisterschaft 2022 in Katar – und provozierte dabei mit einem flapsigen Spruch die englischen Fans.
Als das umstrittene Turnier begonnen habe, habe es "praktisch keine Zwischenfälle" gegeben. sagte der Fifa-Chef, und schob hinterher: "Zum ersten Mal in der Geschichte wurde kein Brite bei einer Weltmeisterschaft verhaftet. Stellen Sie sich das vor. Das ist etwas ganz, ganz Besonderes."
Britische Fans schießen zurück
Die kleine Spitze kam bei den britischen Fans nicht gut an. Die Football Supporters' Association reagierte pikiert. "Da wir Herrn Infantinos Aufmerksamkeit haben, möchten wir darauf hinweisen, dass er sich, anstatt billige Witze über unsere Fans zu reißen, lieber darauf konzentrieren sollte, billige Eintrittskarten zur Verfügung zu stellen", teilte die Fanvereinigung laut "Guardian" mit.
Infantino hatte sich auf Nachfragen zur aktuellen politischen Situation in den USA, die in diesem Jahr Co-Gastgeber der WM sind, geäußert. Nachdem Donald Trump eine Übernahme von Grönland ins Gespräch gebracht hatte, waren Boykott-Aufrufe lautgeworden – ähnlich wie vor der WM in Katar.
Gianni Infantino blickt zuversichtlich auf die WM
Laut Infantino war die WM 2022 "ein Fest, eine Party, und die nächste in den USA, Kanada und Mexiko wird genauso sein. Die Menschen brauchen Anlässe, sich zu treffen, zusammenzukommen, Zeit miteinander zu verbringen und zu feiern, und genau das versuchen wir ihnen zu bieten."
Die hohen Ticketpreise bei der WM sind auch in Deutschland vielen Fußballfans ein Dorn im Auge. Für die Spiele gab es kaum Karten in der günstigsten Kategorie zu kaufen, die Preise auf dem Zweitmarkt explodieren. Infantino verteidigte in Davos die Preispolitik der Fifa und wies auf die hohe Nachfrage hin. Jedes Spiel der Weltmeisterschaft werde ausverkauft sein.
Quellen: "Guardian", BBC
