Lernmittel: PC für Schüler: Diese Geräte eignen sich zum Lernen und Studieren

Published 1 hour ago
Source: stern.de
Lernmittel: PC für Schüler: Diese Geräte eignen sich zum Lernen und Studieren

Welcher PC eignet sich fürs Lernen? Der Artikel zeigt, worauf Eltern beim Kauf achten sollten – und stellt passende Notebooks, All-in-One-PCs und NUCs gegenüber.

Ob Videokonferenz, Vokabeltrainer oder Präsentation – ohne Computer sind Schülerinnen und Schüler heute klar im Nachteil. Zur Wahl stehen günstige Chromebooks, klassische Notebooks, All-in-One-Rechner und Mini-PCs. Entscheidend ist weniger das Design  oder die Frage, sondern ob das Gerät mobil sein soll oder dauerhaft am Schreibtisch steht – und ob ein Browser reicht oder spezielle Programme nötig sind.

Für den Schulalltag hat sich eine Grundausstattung bewährt: mindestens 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, eine SSD mit idealerweise 256 GB oder mehr sowie ein entspiegeltes Display. Webcam, Mikrofon und stabiles WLAN sind für Online-Unterricht und Gruppenprojekte auch wichtig. Zusätzlich sollte geklärt werden, ob die Schule vor allem mit Web-Tools arbeitet oder ob Windows-Spezialsoftware genutzt wird, wofür ein klassischer PC die sicherere Wahl ist.

Daneben spielen Stellfläche, Budget und Alter des Kindes eine Rolle: Jüngere profitieren häufig von einem festen Arbeitsplatz, ältere Jahrgänge eher von mobilen Geräten für Schule, Bibliothek und Zuhause. Je nach Lernumgebung und geplanter Weiterverwendung – etwa in Ausbildung oder Studium – kommen daher unterschiedliche Gerätekonzepte in Frage, zu denen im Artikel mehrere typische Modelle vorgestellt werden.

Notebooks für unterwegs

Acer Chromebook Plus 514

  • Display: 14 Zoll, 1.920 × 1.200 Pixel
  • Prozessor/RAM: Intel Core i3-N305, 8 GB RAM
  • Speicher: 256 GB SSD
  • Betriebssystem: ChromeOS

Das Acer Chromebook Plus 514 eignet sich für Schulumgebungen, die stark auf Browser-Anwendungen und Cloud-Dienste setzen. Typische Aufgaben wie Texte schreiben, Präsentationen erstellen und Videokonferenzen erledigt das Gerät problemlos, das 16:10-Display bietet dabei etwas mehr Platz nach oben. ChromeOS gilt als übersichtlich und wartungsarm, was besonders Familien mit wenig Technikaffinität entgegenkommt. Wichtig bleibt aber der Blick auf die genutzte Schulsoftware: Reine Windows-Programme lassen sich in der Regel nicht direkt installieren und sollten vor dem Kauf ausgeschlossen oder durch Web-Alternativen ersetzt sein.

Microsoft Surface Laptop

  • Display: 13 Zoll, 1.920 × 1.200 Pixel
  • Prozessor/RAM: Qualcomm Snapdragon X Plus, 16 GB RAM
  • Speicher: 512 GB SSD
  • Betriebssystem: Windows 11

Der Microsoft Surface Laptop ist ein besonders mobiles Arbeitsgerät für Oberstufe und Studium. Das leichte Gehäuse, die lange Akkulaufzeit und das hochauflösende 3:2-Display kommen allen zugute, die häufig mit Laptop in Schule oder Bibliothek unterwegs sind. Dank Windows 11 steht die volle Bandbreite an Office- und Fachsoftware zur Verfügung, einschließlich vieler Programme, die nur unter Windows laufen. Damit eignet sich das Modell vor allem für Schülerinnen und Schüler mit anspruchsvolleren Projekten, die den Laptop langfristig weiter nutzen möchten.

All-in-One-PCs für den Schreibtisch

HP 27-cr

  • Display: 27 Zoll, 1.920 × 1.080 Pixel
  • Prozessor/RAM: Intel Core i3-N300, 8 GB RAM
  • Speicher: 512 GB SSD

Der HP 27-cr richtet sich an Familien, die einen festen Lernplatz im Kinder- oder Arbeitszimmer einrichten wollen. Der 27-Zoll-Bildschirm bietet genügend Platz für Schulbuch-PDFs, Browser und Textverarbeitung nebeneinander, ohne dass das Bild unübersichtlich wird. Da Rechner, Display und Eingabegeräte als Paket kommen, hält sich der Verkabelungsaufwand in Grenzen und der Schreibtisch bleibt aufgeräumt. Für typische Schulaufgaben und gelegentliche Heimarbeit ist der All-in-One damit eine unkomplizierte Komplettlösung.

Lenovo IdeaCentre AIO 27IRH9

  • Display: 27 Zoll, 1.920 × 1.080 Pixel
  • Prozessor/RAM: Intel Core i5-13420H, 16 GB RAM
  • Speicher: 512 GB SSD

Der Lenovo IdeaCentre AIO 27IRH9 ist die richtige Option, wenn neben Schulaufgaben auch leichtere Medienbearbeitung oder kreatives Arbeiten gefragt sind. Die stärkere Hardware bietet spürbare Reserven gegenüber typischen Einsteiger-All-in-Ones, etwa beim Schneiden von Referatsvideos oder beim Umgang mit großen Bilddateien. Gleichzeitig bleibt das Setup dank All-in-One-Konzept kompakt und wohnzimmertauglich. Der Rechner empfiehlt sich damit für Haushalte, in denen der PC sowohl als Lernwerkzeug als auch als Multimedia-Zentrale eingesetzt werden soll.

Mini-PCs und NUCs fürs Basteln und Aufrüsten

Intel NUC

  • Prozessor: Intel Core i5-8265U, 4 Kerne, bis 3,9 GHz
  • Speicher: 8 GB LPDDR3-RAM, 1 TB 2,5-Zoll-HDD
  • Anschlüsse: HDMI 2.0b, Mini-DisplayPort 1.2, mehrere USB 3.1 (Typ A und C), Gigabit-LAN, SD-Kartenleser

Der Intel NUC ist ein sehr kompakter Komplettrechner, der sich mit einem vorhandenen Monitor leicht in einen vollwertigen Arbeitsplatz verwandeln lässt. Prozessor, RAM und Festplatte sind bereits installiert, sodass nur noch Eingabegeräte und Display angeschlossen werden müssen. Die vielen Schnittstellen ermöglichen flexible Kombinationen mit Drucker, externer Festplatte oder zweitem Monitor. Für Schreibtische mit wenig Platz bietet der NUC damit einen vollwertigen Windows-PC, der sich nahezu unsichtbar unterbringen lässt.

Asus NUC 15 Pro

  • Prozessor: Intel Core 3 100U, 6 Kerne, bis 4,7 GHz
  • Speicher: nicht installiert (2× DDR5-SO-DIMM-Slots (bis 96 GB) und 2× M.2-Steckplätze für NVMe-SSDs)
  • Anschlüsse: 2× HDMI 2.1, 2× Thunderbolt 4 / USB4, mehrere USB-3.2-Ports, 2,5-Gbit-LAN

Der Asus NUC 15 Pro richtet sich klar an technikaffine Nutzerinnen und Nutzer. Arbeitsspeicher und SSD müssen selbst ausgewählt und eingebaut werden, ein Betriebssystem ist ebenfalls nicht vorinstalliert und erfordert eine eigenständige Installation. Im Gegenzug lässt sich der Mini-PC sehr flexibel aufrüsten und exakt an Leistungsbedarf und Budget anpassen. Dank moderner Anschlüsse eignet sich das System besonders für anspruchsvollere Heimarbeitsplätze mit mehreren Monitoren oder viel externer Peripherie.

Fazit: Der Einsatzzweck entscheidet

Unterm Strich zeigt sich: Einen typischen PC für Schülerinnen und Schüler gibt es nicht. Lernalltag, Fächerwahl, vorhandene Infrastruktur zu Hause und technisches Vorwissen unterscheiden sich von Familie zu Familie – entsprechend variieren auch die Anforderungen an das passende Gerät. Notebooks punkten mit Mobilität und einem kompakten All-in-one-Konzept, das Arbeiten unterwegs und am Schreibtisch gleichermaßen ermöglicht. All-in-One-PCs bieten viel Bildschirmfläche, ein aufgeräumtes Kabelbild und ein nahezu komplettes Paket, das sich gut als gemeinsamer Lernplatz für mehrere Kinder eignet.

Mini-PCs und NUCs erscheinen auf den ersten Blick oft günstig, haben aber einen Nachteil: MonitorTastatur und Maus müssen separat vorhanden sein oder zusätzlich angeschafft werden, was die Gesamtkosten erhöht und in die Planung einfließen sollte. Am Ende zählt weniger das Datenblatt als die Frage, welche Aufgaben im Alltag tatsächlich anstehen – wer diese realistisch einschätzt, findet eher den PC, der den Schulalltag verlässlich unterstützt, statt ihn zu erschweren.

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