Ein Pendlerzug kracht in einen Kran – es ist der dritte Zugunfall in fünf Tagen in Spanien. Diesmal geht es immerhin glimpflich aus.
Nach zwei tödlichen Zugunglücken in Spanien seit Sonntag hat sich ein weiterer Unfall auf einer Bahnstrecke mit mehreren Leichtverletzten ereignet. Bei der Kollision eines Zuges mit einem Kran in der Nähe der südöstlichen Hafenstadt Cartagena seien mehrere Menschen leicht verletzt worden, teilte das spanische Bahnunternehmen Renfe am Donnerstag mit. Der Zugverkehr zwischen Cartagena und dem rund eine halbe Stunde Fahrt entfernten Ort Los Nietos sei unterbrochen worden.
Ein Renfe-Sprecher betonte, dass der Kran auf der Strecke nicht zu seinem Unternehmen gehöre. Die Kollision habe nicht zu einer Entgleisung des Pendlerzugs geführt. Nach Angaben vorn Rettungskräften ereignete sich der Unfall in der Ortschaft Alumbres.
Nach tödlichen Vorfällen: Spaniens Zugführergewerkschaft will streiken
Nahe Adamuz in der südspanischen Region Andalusien war am Sonntag ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. Dabei starben nach Behördenangaben vom Mittwoch 43 Menschen, Dutzende Verletzte wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Das Unglück ereignete sich auf gerader Strecke, die Ursache wird untersucht.
Am Dienstagabend rammte ein Nahverkehrszug in der Nähe von Barcelona die auf den Gleisen liegenden Trümmer einer eingestürzten Mauer. Durch das Unglück wurden ein Mitarbeiter des katalanischen Nahverkehrsbahnunternehmens Rodalies de Catalunya getötet und 37 Insassen verletzt.
Die spanische Zugführergewerkschaft kündigte nach den beiden tödlichen Zugunglücken einen dreitägigen Streik ab dem 9. Februar an. Damit wollen die Lokführer ihrer Forderung nach mehr Sicherheit auf den Schienen Nachdruck verleihen.
