Mit Olympia wird es nichts für Karl Geiger. Bei der Skiflug-WM in seiner Heimat Oberstdorf bekommt er allerdings eine Chance, sich zu beweisen.
Nach dem Olympia-Aus bekommt der ehemalige Skisprung-Weltmeister Karl Geiger bei einem anderen Großereignis eine Chance auf eine Medaille. Der 32 Jahre alte Allgäuer wurde als einer von fünf Deutschen für die Skiflug-Weltmeisterschaft an diesem Wochenende in seiner Heimat Oberstdorf nominiert.
"Das ganze Jahr lief bis jetzt wirklich sehr, sehr schwierig - regelrecht beschissen. Deshalb bin ich jetzt froh, dass es ein bisserl besser wird und ich da draußen schöne Sprünge machen und gut Skifliegen kann", sagte Geiger, der sich nach verkorkstem Saisonstart zuletzt im japanischen Sapporo etwas verbessert gezeigt hatte.
Hoffnung bei Wellinger
Neben Geiger sind in den beiden Top-Athleten Felix Hoffmann und Philipp Raimund sowie Andreas Wellinger und Pius Paschke vier weitere Springer dabei. Bundestrainer Stefan Horngacher muss jeweils ein Quartett für das Einzel (Freitag und Samstag) sowie den Teamwettbewerb (am Sonntag) auswählen.
"Das Hauptziel ist es dann natürlich, am letzten Tag beim Mannschaftsspringen eine gute Performance abzuliefern - um eine Medaille mitzukämpfen, ist unser Ziel", sagte Horngacher, dessen Team im Vergleich zu den starken Slowenen und Österreichern eher aus der Außenseiterrolle in das Event startet.
Lobend erwähnte Horngacher Olympiasieger Wellinger und Paschke, die zuletzt in der Heimat trainiert hatten - statt wie Geiger zum Weltcup nach Japan zu fliegen.
