CDU-Wahlprogramm: Was die CDU bei einem Wahlsieg im Land vorhat

Published 2 hours ago
Source: stern.de
CDU-Wahlprogramm: Was die CDU bei einem Wahlsieg im Land vorhat

Die CDU hat ihr Landtagswahlprogramm verabschiedet. Der Titel: "Ein Rheinland-Pfalz, das funktioniert - Weil`s jetzt gilt!" Schwerpunkte aus den 88 Seiten.

Ein verbindliches Vorschuljahr, eine Feuerwehr-Dankesprämie, ein Eigenheimzuschuss und ein Staatssekretär fürs Ehrenamt gehören zu den Vorhaben der rheinland-pfälzischen CDU für den Fall ihres Siegs am 22. März. Einige Schwerpunkte aus dem 88 Seiten starken Wahlprogramm:

Bildung

Verbindliches VorschuljahrUnterrichtsgarantie von 8.00 bis 14.00 Uhr in der Grundschule inklusive Mittagessen und HausaufgabenbetreuungAlle Kinder lernen in der Grundschule schwimmen Verpflichtende Sprachstandserhebung mit 4,5 Jahren Zwei Pflichtpraktika ab Klasse 7 zur Berufsorientierung - ob das im Handwerk sein muss, wie von Spitzenkandidat Gordon Schnieder gefordert, bleibt offenKostenlose MeisterausbildungMehr Personal und Verlässlichkeit in Kitas und SchulenBesoldung der Grundschullehrer auf A13 anheben Regelbeförderungen an allen weiterführenden und beruflichen SchulenTask-Force aus Psychologen, Sicherheitskräften und speziell geschulten Lehrkräften beim Land soll für Sicherheit an Schulen sorgen, wenn es zu Gewalt oder Bedrohungen kommt  Kostenloses Deutschlandticket für alle Schüler und Azubis unabhängig vom Wohnort 

Gesundheit

Erhöhung der Medizinstudienplätze auf 650 - derzeit sind es 450Klinikstandorte sollen modernisiert und mit einem Fonds abgesichert werden. Volumen: 150 Millionen Euro pro Jahr Hebammen stärker fördernTerminservicestellen für Patienten stärken

Wohnen, Familie und Kinder

Eigenheim-Zuschuss soll den Kauf von Wohnraum für Familien erleichtern. Für den Kauf der ersten selbstgenutzten Immobilie erhalten Familien pauschal 10.000 Euro pro Elternteil und 5.000 Euro pro minderjährigem KindMit einem Konzept "Aus Eins mach Zwei" sollen Häuser, die nach dem Auszug von Kindern zu groß geworden sind, zu mehreren familiengerechten Wohneinheiten werdenStraßenausbaubeiträge sollen abgeschafft werdenEin "Landeskompetenzzentrum Kinderschutz" soll die Zusammenarbeit zwischen den Behörden verbessern. In allen Regionen sollen sogenannte Childhood-Häuser eingerichtet werden, die Kindern, die Opfer von psychischer oder physischer Gewalt geworden sind, eine sichere Umgebung bieten

Wirtschaft

Start-ups und innovative Ansätze sollen gefördert werden, insbesondere in Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz, Wasserstoff und nachhaltigen TechnologienFristversäumnisse von Behörden sollen Genehmigung bedeuten - so soll Bürokratie abgebaut werdenDie Novelle des Klimaschutzgesetzes der Ampel-Regierung will die CDU zurücknehmenPersonalpolitik im öffentlichen Dienst soll mit einer Stabsstelle in der Staatskanzlei Chefsache werdenDigitalisierung soll auch Chefsache werden und ein Bürokratiemeldeportal für Menschen und Unternehmen eingerichtet werden

Sicherheit

Die Polizei-, Feuerwehr- und Justizvollzugszulage sollen auf Bundesniveau angehoben und ruhegehaltsfähig gemacht werdenEine Dankesprämie bei Jubiläen im Brand- und Katastrophenschutz - von 250 Euro nach 25 Jahren bis 500 Euro nach 50 JahrenDer Erwerb von Fahrerlaubnissen der Klassen B und C, die im Einsatz genutzt werden können, soll für alle Feuerwehrangehörigen pauschal mit je 500 Euro bezuschusst werden. Voraussetzung ist die Verpflichtung für einen mindestens zehnjährigen aktiven Dienst Ein neuer Sicherheitsrat im Land soll den Kampf gegen Extremismus verbessernMehr Polizisten in der Fläche und damit Entlastung des kommunalen VollzugsdienstsBody-Cams, elektronische Fußfesseln und KI-gestützte Videoüberwachung gezielt an Brennpunkten einsetzen

Ehrenamt

Ein Staatssekretär für Ehrenamt und Sport soll ernannt und in der Staatskanzlei angesiedelt werdenFeste Ansprechpartner in den Finanzämtern für Vereine

Zuschnitte von Ministerien

Gesundheit und Pflege mit Notfallmedizin in ein Ministerium zusammenführen Landwirtschaft und Umwelt zusammenlegen

Migration

Es sollen im Land "Rückführungskapazitäten" geschaffen werdenAsylsuchende sollen bis zum Ende des Abschusses ihres Verfahrens in den Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben und nicht auf die Kommunen verteilt werden Eine zentrale Ausländerbehörde soll alle Verfahren bündeln und Abschiebungen koordinieren 

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