Der Winter bleibt frostig - doch nur wenige schützen ihre Smartphones vor der anhaltenden Kälte. Einfache Tipps helfen vor Frostschäden.
Es ist frostig in weiten Teilen Deutschlands - und soll wohl auch noch eine Weile so bleiben. Viele Verbraucher haben laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage schon Smartphone-Ärger bei Kälte gehabt. Rund zwei Drittel (68 Prozent), gaben in der Befragung im Auftrag des Digitalverbands an, bei Kälte Probleme mit ihrem Gerät bemerkt zu haben, aber nur rund die Hälfte (51 Prozent) hält sich an Tipps, die dagegen helfen könnten. Frauen sind demnach mit 54 Prozent etwas vorsichtiger als Männer (49 Prozent). Insgesamt 46 Prozent der Befragten nutzen das Smartphone im Winter weniger im Freien als sonst.
Sebastian Klöß, Bitkom-Experte für Consumer Technology, erklärt in der Pressemitteilung: "Besonders der Akku ist im Winter empfindlich. Je kälter, desto weniger Energie speichert er. Aber auch das Display und die Bedienung des Smartphones werden beeinträchtigt. Der Touchscreen reagiert träger, Flüssigkristalle in Displays können langsamer arbeiten, und Kondenswasser kann sich bilden, wenn das Gerät zwischen warmen und kalten Umgebungen wechselt."
Empfohlene Betriebstemperatur und andere Tipps
Auch die Hersteller warnen davor, die Handys bei zu niedrigen oder zu hohen Außentemperaturen zu nutzen. Apple gibt unter dem Punkt "Umgebungsbedingungen" auf seiner Supportseite für das iPhone 17 Pro etwa eine Betriebstemperatur von 0 Grad bis 35 Grad Celsius an. Google erklärt auf einer Hilfeseite für seine Pixel-Smartphones, wie sich die Gerätetemperatur unter dem Menüpunkt "Akkudiagnose" prüfen lässt. Wird hier der Status "Kalt" angezeigt, bedeutet dies, "dass die geschätzte Gerätetemperatur unter dem Normalwert liegt. [...] Wenn die Temperatur des Smartphones unter 0 grad Celsius sinkt, schaltet es sich möglicherweise plötzlich aus."
Der Branchenverband Bitkom rät dazu, das Smartphone im Freien möglichst warm zu halten, etwa dadurch, dass es nahe am Körper getragen wird. Vielleicht ist ja Platz in der Hosentasche statt im Rucksack oder der Handtasche? Außerdem sollte man möglichst größere Temperaturschwankungen vermeiden und das Gerät zum Beispiel auch nicht länger im kalten Auto liegen lassen.
Übrigens gibt es auch (Neopren-)Hüllen, die besser als normale Hüllen isolieren und somit zusätzlichen Schutz vor niedrigen Temperaturen liefern können. Wer zudem den Akkustand dauerhaft über 50 Prozent hält, läuft seltener Gefahr, dass sich das Gerät plötzlich aufgrund großer Kälte abschaltet. Vor allem Stöße und Stürze, die sonst glimpflich ablaufen, sollten User vermeiden, denn die Kälte macht Glas spröder und anfälliger für Risse und Sprünge.
Wer auf die Tipps achtet und sein Handy entsprechend vor Kälte schützt, kann aber auf einige Winterschnappschüsse hoffen, wie zuletzt mit den außergewöhnlichen Polarlichtern, die bis in den Süden Deutschlands für Begeisterung nicht nur bei Smartphone-Fotografen sorgten.
