Sarah Engels will zum ESC - und erntet dafür bereits jetzt Häme. Im Interview verrät sie, warum ihr das nichts ausmacht und wer sie stärkt.
Noch ist kein Ton live gesungen, doch die Kommentarspalten in den sozialen Medien sind bereits voll mit Prophezeiungen vom "letzten Platz". Sarah Engels (33) kennt das. Seit sie als Kandidatin für den deutschen ESC-Vorentscheid am 28. Februar feststeht, schlägt ihr eine Welle der Kritik entgegen. In einem neuen Interview mit dem Sender RTL zeigt sich die Sängerin davon jedoch unbeeindruckt.
"Egal, was ich in meiner Karriere schon gemacht habe, es gab immer Menschen, die waren dafür und Menschen, die waren dagegen", sagt die gebürtige Kölnerin. Diese Erfahrung hat sie geprägt - und abgehärtet. "Zum einen habe ich mir irgendwann ein dickes Fell angeeignet. Und zum anderen bin ich mittlerweile eine erwachsene Frau, die damit umgehen kann."
Keine Angst um ihr Image
Ob sie keine Sorge habe, dass die Teilnahme ihrem Ruf schaden könnte? Engels winkt ab. "Es muss nicht immer jeder alles gut finden, was ich mache. Aber für mich wäre es einfach eine ganz große Ehre, Deutschland zu vertreten." Die Idee, sich mit ihrem Song "Fire" zu bewerben, entstand bereits während des Schreibprozesses. "Da ist uns direkt aufgefallen, dass es ein ESC-Song werden könnte", verrät die 33-Jährige. Tatsächlich spielte sie schon im Vorjahr mit dem Gedanken, für Deutschland anzutreten. "Da hatten wir aber nicht den passenden Song", erklärt sie.
Mit "Fire" will Engels vor allem Frauen erreichen. Der Song trage die Botschaft, "dass man an sich glauben soll, dass man an seinen Träumen festhält", so die Mutter zweier Kinder. Es gehe darum, sich aus toxischen Situationen zu befreien, die einem nicht gut tun. "Ich erzähle da auch schon wirklich sehr viel von mir und von meinem Leben", gibt Engels preis.
Ihr persönliches Erfolgskriterium hat dabei wenig mit Punkten oder Platzierungen zu tun: "Es wäre ein riesengroßer Erfolg, wenn ich es schaffe, nur einer einzigen Frau Mut zu machen und zu sagen: Hey, komm, steh auf, Krone richten und weiter geht's." Ihre Familie stehe geschlossen hinter dem ESC-Projekt, auch wenn allen bewusst war, welche Kritik damit einhergehen würde. "Es waren auf jeden Fall gespaltene Meinungen, aber im Großen und Ganzen steht meine Familie immer hinter mir", so Engels. Ihre Mutter sei stolz gewesen, als sie von der Bewerbung erfuhr.
Und dann gibt es da noch zwei ganz besondere Unterstützer: Sohn Alessio (10) aus der Ehe mit Pietro Lombardi (33) und Tochter Solea (4) aus der Ehe mit Ex-Fußballer Julian Engels (32) haben ihren Favoriten längst gewählt. "Die tanzen und singen und sind sowieso Mamas größte Fans", strahlt die Sängerin. "Und das ist auch eigentlich der schönste Support, den man haben kann."
ESC-Vorentscheid am 28. Februar
Der ESC-Vorentscheid wird am 28. Februar um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Moderatorin Barbara Schöneberger (51) führt mit Co-Moderatorin Hazel Brugger (32) an ihrer Seite durch den Abend, an dessen Ende feststeht, wer Deutschland am 16. Mai beim Finale in Wien vertreten wird.
