Durch den Start von HBO Max in Deutschland entfallen viele HBO-Serien bei WOW. Laut der Hamburger Verbraucherzentrale können WOW-Nutzer deshalb von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Wir erklären, was Sie beachten müssen.
Seit kurzem ist der Streamingdienst HBO Max in Deutschland verfügbar. Für Nutzerinnen und Nutzer des Streamingdienstes WOW von Sky bedeutet das: Viele HBO-Formate, die bisher Teil des WOW-Portfolios waren, fallen aus dem Angebot.
Weil dadurch das WOW-Abo nach Ansicht der Verbraucherzentrale Hamburg "erheblich verändert" wurde, seien die Voraussetzungen für eine Sonderkündigung erfüllt. Durch den Wegfall der HBO-Serien sei gemäß dem Amt der Gesamtcharakter des Angebots nun ein anderer.
So können Nutzerinnen und Nutzer ihr WOW-Abo kündigen
Wollen bisherige Abonnentinnen und Abonnenten von WOW ein Sonderkündigungsrecht geltend machen, sind einige Dinge zu beachten. Die Sonderkündigung sollte so schnell wie möglich vorgenommen werden, sonst könnte sich Sky darauf berufen, dass die Änderung des Programmes bereits akzeptiert wurde. Einreichen sollten Betroffene die Sonderkündigung schriftlich und nachweisbar bei Sky – entweder per Brief als Einschreiben, per E-Mail oder über das WOW-Kündigungsportal.
Als Grund für die Kündigung sollte angegeben werden, dass vertragswesentliche Inhalte – insbesondere zahlreiche HBO-Serien – weggefallen sind und sich daraus der Gesamtcharakter des Angebots verändert hat. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich für Verbraucherinnen und Verbraucher, Bestätigungs-E-Mails, Nachweise und Screenshots anzufertigen. Außerdem kann es hilfreich sein, die weggefallenen HBO-Produktionen zu belegen. Geht Sky nicht auf die Sonderkündigung ein, besteht die Möglichkeit einer juristischen Beratung.
Sky selbst sieht hingegen den "Kern des Programms" weiter erhalten, wie der Sender auf einer Infowebseite informiert. Demnach seien lediglich "einige abgeschlossene Serien von HBO künftig nicht mehr Teil des Angebots". Laut des Branchendienstes "Golem" sind jedoch 110 Serien und 240 Filme betroffen, unter anderem Prestigeproduktionen wie die Serie "Euphoria".
