"A Knight of the Seven Kingdoms" startet: Das kann der "Game of Thrones"-Ableger

Published 2 hours ago
Source: stern.de
"A Knight of the Seven Kingdoms" startet: Das kann der "Game of Thrones"-Ableger

"A Knight of the Seven Kingdoms" entführt Zuschauer zurück nach Westeros. Lohnt sich der Ableger zur Fantasy-Serie "Game of Thrones"?

Auf dem Streamingdienst HBO Max erscheint am 19. Januar das nächste Spin-off zu "Game of Thrones". "A Knight of the Seven Kingdoms" unterscheidet sich deutlich von der epischen Mutterserie sowie dem ersten Ableger "House of the Dragon". Und: Mit "A Knight of the Seven Kingdoms" können sich Fans auf die beste Serienstaffel aus Westeros der vergangenen neun Jahre freuen.

Darum geht es in "A Knight of the Seven Kingdoms"

Ser Duncan der Große (Peter Claffey, 29) ist ein verarmter sogenannter Heckenritter. Er reist zu einem Turnier, um Ruhm und Ehre zu gewinnen - und so möglicherweise in den Dienst eines Lords zu geraten. Auf dem Weg dorthin lernt Ser Duncan, der alleine reist, seinen späteren Knappen Egg (Dexter Sol Ansell, 11) kennen, einen vorlauten kleinen Jungen.

Trotz aller Unterschiede schließen sich die beiden zusammen und reisen zum Turnier von Aschfurt, wo sie auf so unterschiedliche Charaktere wie Ser Lyonel Baratheon (Daniel Ings, 40), einen Vorfahren des aus "GoT" bekannten Königs Robert I. Baratheon, sowie einige hochrangige Mitglieder des Herrschergeschlechts der Targaryens treffen.

Deswegen ist "A Knight of the Seven Kingdoms" sehenswert

Für "Game of Thrones"-Fans waren die vergangenen Jahre keine leichte Zeit. Nachdem die finalen zwei Staffeln der Mutterserie enttäuschten, löste das erste Spin-off "House of the Dragon" - bei allen offensichtlichen Qualitäten - nicht vollends Begeisterungsstürme aus.

Das könnte sich mit "A Knight of the Seven Kingdoms" jedoch ändern. Zuschauerinnen und Zuschauer erleben nun eine wirklich frische, ungewohnte Perspektive auf die so faszinierende mittelalterliche Fantasy-Welt Westeros.

Während "GoT" und "House of the Dragon" noch mehrere parallel laufende Handlungsstränge an verschiedenen Schauplätzen boten, spielt "A Knight of the Seven Kingdoms" fast ausschließlich auf dem Turnier von Aschfurt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Ser Duncan dem Großen, der aus dem gemeinen Volk stammt. Gerade für Neueinsteiger dürfte die neue HBO-Serie einen guten Einstiegspunkt in die ausufernde "GoT"-Welt bieten. Zudem sind die sechs Episoden aus Staffel eins lediglich um die 35 Minuten lang. Die Geschichte wird also relativ schnörkellos und übersichtlich erzählt.

Starke Hauptfigur, perfektes Casting

Getragen wird "A Knight of the Seven Kingdoms" dabei von den beiden famosen Hauptdarstellern Peter Claffey - ein hünenhafter ehemaliger Rugby-Spieler - und Dexter Sol Ansell, ein trotz seiner erst elf Jahre erfahrener Kinderdarsteller, der oftmals weiser als sein erwachsener Gegenpart wirkt. Sie haben eine wunderbare Buddy-Chemie, scherzen miteinander und unterhalten das Publikum.

Ser Duncan der Große ist dabei eine durchaus faszinierende Figur. Er ist nicht sonderlich schlau oder als Ritter und Kämpfer perfekt ausgebildet. Doch ist er groß und stark und besitzt - lange keine Selbstverständlichkeit in der harten Welt von "Game of Thrones" - ein Gefühl für Richtig und Falsch. Letzteres bringt ihm selbstverständlich im Verlauf der Handlung einige Schwierigkeiten ein. Es kommt zu einem großen Kampf, der wie schon aus "GoT" und "House of the Dragon" gewohnt meisterlich und packend inszeniert wird. Die neue "Game of Thrones"-Serie "A Knight of the Seven Kingdoms" begeistert auf ganzer Linie.

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