Kann günstig auch gut – oder muss es das hochpreisige Modell sein? Der stern hat im Küchenmaschine-Test fünf Geräte überprüft und verrät, welches besonders überzeugt.
Manche Küchengeräte sind für alltägliche Arbeiten wirklich hilfreich. Wer viel rührt und mixt, ist mit einer Küchenmaschine gut beraten. Dabei sollte sie auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten und zuverlässig sein. Viele Modelle sind nicht gerade günstig, daher lohnt sich die Frage: Welche Küchenmaschine schneidet im Test wirklich gut ab? Das hat der stern für Sie überprüft und fünf Maschinen bekannter Hersteller einem Alltagstest unterzogen.
Küchenmaschine-Test: Die ausgewählten Geräte
- Bosch Küchenmaschine Series 8
- Ooni Halo Pro
- Küchenmaschine Kitchenaid 5KSM156CXEPL
- Küchenmaschine Silvercrest SKMB 1000 A1
- Smeg SMF05PGEU
Andere lohnenswerte Modelle
Folgende Modelle wurden nicht selbst ausführlich getestet, sind aber in der Recherche aufgefallen:
Fazit: Welche ist die beste Küchenmaschine?
Das Beste kommt in diesem Fall nicht zum Schluss, sondern vorab: Als Testsiegerder stern-Kaufkosmos-Redakteurin setzt sich das Modell von Bosch durch. Warum? Es ist nicht so schwer, dass es nicht allein zu tragen wäre; es bietet praktische Extrafunktionen wie eine Waage oder das Stoppen, wenn die Konsistenz des Teiges zu fest ist; es ist kraftvoll und bietet genügend Rührstufen, die optisch ansprechend aufbereitet sind; Handhabung und Reinigung sind einfach; das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fair, wenn man sich vergleichbare Geräte ansieht und berücksichtigt, dass eine langjährige Garantie gewährleistet wird. Kurzum: Die Küchenmaschine von Bosch erleichtert und bereichert den Alltag und ist ihr Geld wert. Kleine Mankos: Sie ist etwas sperrig, braucht dadurch einen festen Platz und ist nicht leiser als andere Modelle.
Allerdings: Jedes der getesteten Geräte hat seine Vor- und Nachteile. Die Kitchenaid-Maschine überzeugt mit ihrem Design und der Handhabung, während das Gerät von Silvercrest ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und durch das geringe Gewicht und die Klappfunktion sehr praktisch und flexibel nutzbar ist. Das Gerät von Ooni rührt zusammen mit der Bosch-Maschine am kraftvollsten und ist sehr hochwertig verarbeitet, während die Smeg-Küchenmaschine im Test mit ihrem Format, dem modernen Design und der einfachen Handhabung auch gut abschneidet. Am Ende sollten Sie nach Ihren eigenen Kriterien, Ihrem verfügbaren Budget und optischen Präferenzen entscheiden. Jedes Modell im stern-Küchenmaschine-Test hat seinen Job gemacht und kann – mit leichten Abstrichen an der ein oder anderen Stelle – empfohlen werden.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.
Vergleichstabelle Küchenmaschine
| Bosch Series 8 | Ooni Halo Pro | Kitchenaid 5KSM156CXEPL | Silvercrest SKMB 1000 A1 | Smeg SMF05PGEU | Kenwood KVC85.124SI Titanium Chef Baker | Klamer | Philips HR7962/01 | |
| Gesamteindruck (max. 5 Sterne) | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Testsieger | ⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️⭐️ | ⭐️⭐️⭐️ Preistipp | ⭐️⭐️⭐️⭐️ | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung | nicht in der Wertung |
| Abmessungen* | 45,7 x 22,3 x 33,9 cm | 25,2 x 43,6 x 34,2 cm | 21,1 x 33,8 x 34,3 (45 mit aufgeklapptem Motorkopf) cm | 31,5 x 31,5 x 30 cm | 40,5 x 22,1 x 37,8 (49 bei aufgeklapptem Ruhrkopf) cm | 22,5 x 31,5 x 39,5 cm | 24 x 35 x 37 cm | 17,6 x 36 x 34,5 cm |
| Gewicht* | 11,5 kg | 14,6 kg | 11,1 kg | 4,35 kg | 9,75 kg | 11,7 kg | 9,6 kg | 6,72 kg |
| Zubehör | Flexi- Rührbesen, Knethaken, Schlagbesen, Spritzschutz | Knethaken, (fest) Teigbrecher, Schneebesen, Flachrührer, Spritzschutz | Flachrührer, Knethaken, Schneebesen, optionales Zubehör bestellbar | Knethaken, Schneebesen, Rührbesen, Spritzschutz, Mixaufsatz | Knethaken, Schneebesen, Flachrührer, Spritzschutz | K-Rührer, Knethaken, Schneebesen, gummierter Schneebesen, Glasmixer, optional 25 weitere Aufsätze zu kaufen | Knethaken, Flachrührer, Schneebesen | Spritzschutz, Teighaken, Schneebesen, Rührbesen |
| Material | Kunststoff und Vollmetall (Gehäuse), Edelstahl (Gefäß) | Druckguss-Aluminium (Gehäuse), Edelstahl (Gefäß), Glas (Bedienfeld) | Zink (Gehäuse), Keramik (Rührschüssel) | Plastik (Gehäuse), Edelstahl (Rührschüssel) | Aluminium-Druckguss (Gehäuse), Edelstahl (Gefäß) | Edelstahl | Vollmetall (Gehäuse), Edelstahl (Rührschüssel) | Kunststoff (Gehäuse), Metall (Rührschüssel) |
| Fassungsvermögen (Gefäß) | 6 l | 7 l | 4,7 l | 3 l | 4,8 l | 3,5 / 5 l | 6 l | 5,5 l |
| Leistung (max.)* | 1800 W (mit Luftkühlung) | 750 W | 300 W | 1000 W | 1000 W | 1200 W | 1800 W | 1000 W |
| Lautstärke | ~ 80 dB | ~ 80 dB | ~ 80 dB | ~ 75 dB | ~ 80 dB | k.A. | k.A. | k.A. |
| Stufen | 7 Rührstufen (plus Max-Taste) | 58 Rührstufen | 10 Rührstufen | 7 Rührstufen | 10 Rührstufen | 6 Rührstufen, Max-Taste, intelligente Anpassung | 10 Rührstufen | 8 Rührstufen |
| Preis (UVP)* | 919 Euro | 799 Euro | 799,99 Euro | 149 Euro | 539 Euro | 539 Euro | 399,99 Euro | 439,99 Euro |
* Herstellerangabe
So haben wir die Produkte ausgewählt
Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Küchenmaschine-Test ausgewählt:
- Klassische Küchenmaschine ohne Mix- oder Kochfunktion
- Markenprodukte bzw. Produkte bekannter Hersteller im getesteten Bereich
- gute Verfügbarkeit
- Geräte oder Marken haben in anderen Tests bereits gut abgeschnitten
So haben wir getestet
Der erste Eindruck ist nicht der wichtigste, aber auch nicht unwichtig. Im Test haben wir beim Öffnen des Kartons den Lieferumfang und die Verpackungsart geprüft: Ist sie nachhaltig oder besteht sie nur aus Styropor und Plastik? Dann wurde die Verarbeitung angesehen, mögliche Schäden wurden ausgeschlossen.
Fragen, die der Test beantworten soll, sind unter anderem: Welches Zubehör liegt den Küchenmaschinen bei? Gibt es unterschiedliche Stufen? Wie laut arbeiten die Geräte? Das haben wir mit einem Schallpegelmessgerät festgehalten. Die Lautstärke wurde auf jeweils höchster Stufe gemessen. Weiterhin haben wir die Geräte in puncto Design, Extrafunktionen und Leistung hin überprüft. Letztere haben wir bei allen Maschinen mit dem Knethaken und dem gleichen Rezept getestet: einem Rezept für Pizzateig. Dieses besteht aus einem Kilo Mehl, Hefe, Salz, Olivenöl und lauwarmem Wasser. Wenn das Gerät mit einem solchen Teig zurechtkommt, sind leichtere Teigsorten, etwa Keksteig, in der Schlussfolgerung auch kein Problem. Geknetet wurde ohne Spritzschutz, es sei denn, er war bereits montiert, dann wurde er nicht extra abgenommen. Nachfolgend die Einzelergebnisse.
1. Die Alleskönnerin: Bosch
Optik: Die Küchenmaschine von Bosch ist optisch nicht besonders aufregend, aber dennoch ansprechend: Sie kommt in Silber und Schwarz daher und bietet eine Waage sowie ein Extra-Display, mit dem sie bedienbar ist. Die Rührstufen lassen sich mit einem Drehregler an der Seite einstellen.

© Mareike Fangmann
Kleines, aber feines Detail: das Schneckensymbol, das eine langsame Stufe anzeigt. Generell ist das Design ansprechend und die Maschine hochwertig. Sie kam hauptsächlich in Karton verpackt, allerdings war das Gerät selbst noch in Plastikfolie gehüllt.

© Mareike Fangmann
Handhabung: Die Handhabung der Bosch-Küchenmaschine ist selbsterklärend: Es gibt sieben Stufen sowie eine Max-Stufe, die genutzt werden können. Einen Extraschalter zum Start gibt es nicht. Das Gerät gibt zudem keine Geräusche von sich, wenn es startbereit ist, allerdings leuchtet der Regler. Das Rührgefäß lässt sich kinderleicht einsetzen, die Maschine lässt sich mit einem Hebel auf- und abklappen. Die Aufsätze werden schräg eingesetzt – auch das erfordert keinerlei Anstrengung. Zum Herausnehmen werden die beiden Knöpfe an den Aufsätzen gedrückt.

© Mareike Fangmann
Leistung: Der gar nicht so einfach zu verarbeitende Pizzateig stellte für die Maschine generell kein Problem dar. Allerdings: Das Wasser wurde erst nach und nach dazugegeben und das Gerät stoppte, als der Teig zu trocken war. Es erkennt also, wenn die Konsistenz zum Verarbeiten nicht geeignet ist. Am Ende war der Teig ebenso geschmeidig wie bei dem getesteten Modell von Ooni und liegt an der Spitze des Tests. Die Küchenmaschine des Markenherstellers ist stabil und leistungsstark. Sie wackelt auch auf höchster Stufe nicht. Das Rührgefäß kommt praktischerweise mit Henkeln und lässt sich ganz einfach reinigen.
Fazit: Die Küchenmaschine bietet genau das, was ein gutes Gerät bieten sollte: Leistungsstärke, eine Waage für die Zutaten, hochwertiges Zubehör und Qualität. Sie ist ideal für alle, die viel backen und kochen, denn sie ist durchdacht: Es braucht keine zusätzliche Waage, das Gefäß ist groß genug für viele Rezepte und die Maschine achtet auf die richtige Konsistenz. Dabei sind die Zubehörteile ausreichend. Die Küchenmaschine ist zudem nicht zu schwer, aber dennoch stabil. Hier gibt es kaum etwas zu meckern. Der Preis ist zwar hoch, allerdings geringer als bei vergleichbaren Markenmodellen ohne Zusatzfunktionen – und bei vielen Anbietern häufig deutlich geringer als die UVP.
+ Vorteile:
- Extrafunktionen wie Waage oder Stopp bei zu fester Konsistenz
- leistungsstark
- großes Fassungsvermögen
- nicht zu schwer
- einfache Handhabung und Reinigung
- Gefäß mit Henkeln
− Nachteile:
- etwas sperrig
- hoher Preis
2. Die Standhafte: Ooni
Optik: Der erste Eindruck des Ooni Halo Pro ist durchweg positiv: Das Gerät ist nicht in Plastik verpackt und kommt damit nachhaltiger daher als manch andere Modelle. Es ist das schwerste Gerät im Küchenmaschine-Test und es ist direkt ersichtlich, dass es hochwertig ist. Das Material wirkt sehr edel, besonders das Glas-Display, das sich oben auf dem Gerät befindet. Das Zubehör ist umfangreich und ausreichend. Optional kann weiteres Zubehör dazugekauft werden.

© Mareike Fangmann
Handhabung: Zur Bedienung braucht es keine Anleitung, sie ist intuitiv. Beim Einschalten piept das Gerät, während der Nutzung leuchtet es zudem, um den Inhalt im Rührgefäß noch besser sehen zu können. Kleines Manko: Das Rührgefäß lässt sich etwas schwer einsetzen und lösen. Die Aufsätze lassen sich dagegen einfach einsetzen. Positiv: Es gibt 58 Stufen, die sich über einen Drehregler einstellen lassen. Das Gerät zeigt an, bei wie viel Prozent Leistung es sich gerade befindet.

© Mareike Fangmann
Leistung: Ebenfalls hervorzuheben: Bereits bei geringer Prozentzahl arbeitet das Gerät leistungsstark. Im Falle des beispielhaften Pizzateiges reichte bereits eine Leistung von etwa 20 Prozent aus, um ihn gleichmäßig und glatt zu kneten. Nichts flog aus dem großen Rührgefäß heraus, es stockte auch nichts. Das Gerät wackelte zudem nicht beim Kneten. Dafür arbeitete es etwas lauter als etwa das Silvercrest-Modell. Die Reinigung ist ebenso unkompliziert wie bei den meisten anderen getesteten Geräten: Es reicht aus, den Behälter gründlich auszuspülen.
Fazit: Der Ooni Halo Pro ist das wertigste, aber auch schwerste Modell im Küchenmaschine-Test. Für den hohen Preis gibt es hohe Qualität und ein wirklich leistungsstarkes Gerät mit hohem Fassungsvermögen, individuell einstellbarer Rührleistung, Beleuchtung und einfacher Handhabung. Die Küchenmaschine ist gut durchdacht und praktisch, zudem ist sie vielseitig einsetzbar.
+ Vorteile:
- edle Optik
- viele Stufen
- leistungsstark
- nachhaltig verpackt
- Beleuchtung
- hohes Fassungsvermögen
- einfache Handhabung
− Nachteile:
- hoher Preis
- hohes Gewicht
- etwas sperrig
3. Die Schicke: Kitchenaid
Optik: Anders als die anderen Modelle im Küchenmaschinen-Test kommt das Kitchenaid-Gerät in Porzellanfarben und mit einem schicken Keramikgefäß daher. Das Gehäuse wirkt ebenfalls hochwertig und besteht aus Zink. Dementsprechend schwer und standfest ist das Gerät. Auch das Zubehör ist wertiger und schwerer als bei vergleichbaren Modellen. Alles ist in Styropor verpackt und sehr minimalistisch. Das Gerät wird mit dem nötigsten Zubehör geliefert. Es hat kein Display und lässt sich erst bedienen, wenn der Kippschalter zuvor betätigt worden ist.

© Mareike Fangmann
Kleines Manko: Die schwere Keramik-Rührschüssel wird auf einem Metallboden eingehakt, welcher allerdings sehr anfällig für Kratzer ist, wie nachfolgendes Bild zeigt. Allerdings: Diesen Teil der Küchenmaschine sieht man kaum und er wird während der Nutzung verdeckt.

© Mareike Fangmann
Handhabung: Die Handhabung ist wie bei den anderen Modellen aus dem Küchenmaschine-Test selbsterklärend: Der Rührkopf wird nach oben gekippt, die Rührschüssel eingehakt, der Aufsatz der Wahl wird eingesetzt, zugeklappt und schon kann die gewünschte Stufe eingestellt werden. Das klappte in der Praxis problemlos.

© Mareike Fangmann
Leistung: Das Kitchenaid-Gerät wirkt beim Kneten stabil, allerdings: Beim Maximum von einem Kilo Mehl kommt die Rührschüssel mengenmäßig an die Grenze. Beim Kneten flog Mehl über den Rand. Beim Einstellen einer höheren Stufe wackelte die Küchenmaschine und arbeitete sehr laut. Generell hatte sie aber keine Probleme, den Teig gleichmäßig und ohne Stocken zu verarbeiten. Auch das Reinigen stellte im Nachgang kein Problem dar, die Schüssel ließ sich einfach ausspülen. Nur Vorsicht: Sie sollte nirgendwo gegenkommen, damit keine Stellen abplatzen, denn die Keramik wirkt empfindlich.
Fazit: Das Kitchenaid-Modell aus dem Küchenmaschine-Test des stern-Kaufkosmos ist eines der schicksten und hochwertigsten Modelle. Es ist optisch sehr ansprechend, allerdings genau wegen der Optik nicht besonders praktisch: Die Keramikschüssel ist schwer und etwas unhandlich, da sie keine Griffe hat. Zudem sorgt sie für Kratzer auf dem Metallboden. Und: Beim Herunterfallen besteht eine hohe Bruchgefahr, anders, als es bei Edelstahl und Co. der Fall ist. Wer aber auf der Suche nach einem namhaften Hingucker-Modell ist, das zuverlässig arbeitet und mit viel Zubehör ausgestattet werden kann, ist mit der Kitchenaid-Küchenmaschine gut bedient. Wie unser Eismaschine-Test zeigt, ist sogar diese Zubereitungsart mit dem passenden Aufsatz möglich. Vorausgesetzt, das nötige Kleingeld ist vorhanden.
+ Vorteile:
- schicke Optik
- standfest
- leistungsstark
− Nachteile:
- hoher Preis
- Bruchgefahr
- hohes Gewicht der Rührschüssel
- anfällig für Kratzer
4. Die Günstige: Silvercrest
Optik: Auch die Küchenmaschine der Lidl-Marke Silvercrest kommt in viel Plastik verpackt an. Auffällig: Es ist viel Zubehör dabei, man kann mit ihr mixen und sie besitzt, wie die Bosch-Maschine, eine integrierte Waage. Ebenfalls auffällig: Das Gerät ist deutlich leichter als die anderen im Küchenmaschine-Test. Es wirkt etwas weniger wertig als etwa die Modelle von Ooni oder Kitchenaid. Praktisch: Das Rührgefäß kommt mit Henkeln und lässt sich ganz einfach einrasten und halten.

© Mareike Fangmann
Handhabung: Auch beim Discounter-Modell ist die Handhabung ähnlich wie bei den oben beschriebenen Geräten: Es lässt sich sehr einfach hochklappen und einrasten. Das digitale Display ist selbsterklärend. Dabei hat die Küchenmaschine sieben Stufen und eine Max-Stufe. Zudem zeigt es die Zeit an. Beim Einschalten piept es kurz. Praktisch: Nach der Nutzung lässt sich die Maschine platzsparend zusammenklappen.

© Mareike Fangmann
Leistung: Im Einsatz zeigten sich allerdings die Schwächen des Discounter-Gerätes: Das Maximum von einem Kilo brachte das Gerät nämlich an seine Grenzen: Es brauchte die maximale Stufe, damit der Pizzateig geschmeidig wurde. Dabei wackelte die Maschine stark und roch etwas verkohlt. Zudem sammeln sich Teigreste über dem Aufsatz, die im Nachhinein entfernt werden müssen. Ansonsten gestaltet sich die Reinigung einfach. Und: Kleinere Mengen schafft das Gerät problemlos, auch weichere Texturen sind kein Problem. Zudem kann das Gefäß in der Spülmaschine gereinigt werden.
Fazit: Für diejenigen, die nicht allzu tief in die Tasche greifen können oder möchten und nach einem Alltagshelfer suchen, der bei vielen Teigarten und anderen Arbeiten unterstützen kann, ist die Silvercrest-Küchenmaschine eine gute Wahl. Sie ist nicht sperrig, kann geklappt werden, ist einfach zu tragen und kommt mit viel praktischem Zubehör und Extrafunktionen. Es muss nichts dazugekauft werden. Zudem ist die Handhabung sehr einfach. Sie sollten sie nur nicht überfordern.
+ Vorteile:
- leichte Bedienung und Handhabung
- praktisches Gefäß
- viel Zubehör
- integrierte Waage
- leicht
- klappbar
- günstig
− Nachteile:
- leistungsschwächer als andere Modelle
- weniger wertig als andere getestete Geräte
- aufwendigere Reinigung
5. Die Moderne: Smeg
Optik: Neben dem Gerät von Kitchenaid ist das Modell von Smeg das schickste im Küchenmaschine-Test: Es kommt in einem ansprechenden Pastellgrün und macht sich in der Küche prima. Es wirkt sehr hochwertig und lässt sich vergleichsweise einfach tragen. Zudem ist es nicht allzu sperrig. Die Maschine im angesagten Retro-Design gibt es zudem in vielen weiteren ansprechenden Farben zu kaufen. Positiv: Es kam nur in Karton verpackt und damit nachhaltiger als manch andere Geräte im Küchenmaschine-Test. Es kommt, wie die meisten anderen Testmodelle, mit dem Nötigsten an Zubehör. Es hat kein Display und lässt sich mit einem Regler einstellen.

© Mareike Fangmann
Handhabung: Und auch in dieser Hinsicht unterscheidet sich das Gerät kaum von den anderen: Es ist intuitiv bedienbar und benötigt keine Erklärung durch eine Anleitung. Es lässt sich einfach hochklappen und bietet zehn Rührstufen. Hilfreich: Die Stufen zeigen an, für welchen Aufsatz sie geeignet sind. So sind die ersten beiden Stufen für den Knethaken geeignet, während sich die höhere Rührstärke etwa zum Aufschlagen von Sahne mit dem Schneebesen anbietet. Das Gefäß mit einem Henkel lässt sich vergleichsweise einfach einrasten, die Aufsätze lassen sich einrasten und leicht wieder herausnehmen.

© Mareike Fangmann
Leistung: Im Vergleich zu Küchenmaschinen wie denen von Ooni oder Bosch bietet die Smeg-Variante etwas weniger Leistung. Beim Pizzateig im stern-Test brauchte es eine mittlere Stufe, um den Teig gleichmäßig und geschmeidig zu kneten. Auf höchster Stufe kam das Gerät ins Wackeln und sonderte einen leichten Verbrennungsgeruch ab (Hinweis: Die höheren Stufen waren auch nicht zum Kneten empfohlen, wurden aber dennoch mit dem Pizzateig getestet). Es ist hier ebenso laut wie die anderen Testgeräte. Beim Verarbeiten flog etwas Mehl über die Rührschüssel hinaus.
Fazit: Wer Wert auf ein ansprechendes Design in der Küche legt und ein nicht allzu großes, praktisches Gerät ohne Extrafunktionen sucht, ist mit Smeg sicherlich gut beraten. Es bietet ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis, das einem hochwertigen und ansprechenden Gerät angemessen ist.
+ Vorteile:
- schicke Optik
- handlicher als andere
- einfache Handhabung
- praktische Rührstufenhinweise
- nachhaltig verpackt
− Nachteile:
- geringes Fassungsvermögen
- nicht so leistungsstark wie andere Modelle
Weitere lohnenswerte Modelle
1. Vielseitig und durchdacht: Kenwood
Als zuverlässig und hochwertig taucht auch die Marke Kenwood in vielen Tests und Bewertungen auf, wenn es um Küchenmaschinen geht. Unter anderem gilt die Kenwood KVC85.124SI Titanium Chef Baker Küchenmaschine als leistungsstark und praktisch. Die Gründe: Sie hat eine integrierte Waage und kommt mit zwei unterschiedlich großen Schüsseln. So können Sie zwischen 3,5 und fünf Litern wählen. Das Rührgefäß aus Edelstahl hat einen Griff.Zudem ist ein Mixgefäß im Lieferumfang, 25 weitere Aufsätze können Sie optional dazukaufen. In den Bewertungen werden die sehr einfache Handhabung, die Vielseitigkeit, die leichte Reinigung, die Leistung und die Verarbeitung des Gerätes gelobt.
2. Schick und standfest: Klamer
Günstiger als viele andere Geräte im Küchenmaschine-Test ist das Modell von Klamer. Auffällig: Es kann in vielen modernen Farben gekauft werden. Es hat ein digitales Display, einen Timer, eine große Rührschüssel mit einem Fassungsvermögen von sechs Litern und Saugfüße für mehr Standfestigkeit. In Bewertungen werden die Handhabung, die Reinigung, die Standfestigkeit, die moderne Optik und das Preis-Leistungs-Verhältnis gelobt. Manche Käuferinnen und Käufer würden sich aber Henkel am Gefäß wünschen.
3. Gut und günstig: Philips
Die Küchenmaschine von Philips ist ein weiteres Modell, das in Tests und Bewertungen überwiegend positiv abschneidet. Sie kommt mit großem Gefäß, hat eine Beleuchtung und soll laut Käuferinnen und Käufern einfach zu handhaben und zu reinigen sein. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird als fair beschrieben, das Zubehör und die Leistung als ausreichend für alltägliche Arbeiten.
Küchenmaschinen: Die wichtigsten Fragen & Antworten
Welche Arten von Küchenmaschinen gibt es?
Als Küchenmaschine werden mittlerweile so einige Helfer in der Küche bezeichnet. Manche können nur kneten und rühren, andere mixen und wieder andere sogar kochen. Nachfolgend der Versuch einer Kategorisierung.
- Klassische Küchenmaschinen
- Funktionen: Kneten, Rühren, Schlagen (etwa Teig oder auch Sahne)
- Aufsätze: Rührhaken, Knethaken, Schneebesen
- Multifunktions-Küchenmaschinen mit Kochfunktion
- Funktionen: Diese Geräte können alles, was klassische Küchenmaschinen können, plus kochen, dampfgaren, pürieren, zerkleinern oder wiegen. Bekannte Modelle sind etwa der Thermomix oder der Monsieur Cuisine Smart.
- Aufsätze: Oft mit integriertem Kochtopf, Messer und zahlreichen weiteren Zubehörteilen
- Food-Processor (Zerkleinerer)
- Funktionen: Schneiden, hacken, raspeln, pürieren
- Aufsätze: Schneid- und Raspelscheiben, Messer
- Unterschied: Diese Geräte sind oft kompakter und fokussiert auf die Zerkleinerung, können aber auch als Teil einer Multifunktionsmaschine daherkommen, wie etwa bei Ninja.
Was sollte eine gute Küchenmaschine können?
Eine gute, hilfreiche Küchenmaschine sollte mindestens rühren, kneten und schlagen können, um im Haushalt auch vielfältig einsetzbar zu sein. Sie sollte eine ausreichende Leistung aufweisen, um mit Pizza- oder Brotteig keine Probleme zu haben.
Worauf sollte ich bei einem Kauf achten?
- Extrafunktionen: Eine Küchenmaschine ist eine Investition und sie sollte sich lohnen, sprich: Das Gerät sollte eine wirkliche Hilfe sein. Daher ist es ratsam, dass Sie sich überlegen, für welche Arbeiten Sie sie einsetzen wollen und was eine wirkliche Erleichterung im Alltag darstellen würde. Stellen Sie selten Teig her, schneiden oder pürieren regelmäßig, ist ein solches Modell die bessere Wahl als das klassische oder ein teures Multifunktionsgerät. Zudem sollten Sie sich fragen, ob eine integrierte Waage wünschenswert wäre.
- Fassungsvermögen: Leben Sie mit Ihrer Familie zusammen oder in einem Single-Haushalt? Auch nach der Personenanzahl in Ihrem Haushalt kann sich die Kaufentscheidung richten.
- Leistung: Für leichtere Arbeiten wie einen Keksteig braucht es keine große Leistung. Stellen Sie dagegen des Öfteren Pizza her oder kochen und backen sehr vielfältig, ist es ratsam, ein Gerät zu kaufen, das eine hohe Leistung bietet, damit es nicht bei einer größeren Menge oder schwierigerem Teig überfordert ist.
- Format: Ist die Maschine der Wahl klappbar, um verstaut werden zu können? Oder soll sie einen festen Platz in der Küche erhalten? Über solche Fragen sollten Sie sich vor einem Kauf Gedanken machen und eine Antwort parat haben, um das für Sie passende Modell finden zu können.
- Bewertungen: Es ist immer hilfreich, sich die Bewertungen von Käuferinnen und Käufern durchzulesen, um einen besseren Eindruck von der Küchenmaschine zu bekommen. Ist sie lauter als gedacht? Hakt es vielleicht irgendwo? Fehlt es an Leistung? Solche Fragen lassen sich anhand von Erfahrungen anderer gut beantworten.
Hat die Stiftung Warentest Küchenmaschinen getestet?
In der Ausgabe 11/2025 hat die Stiftung Warentest zehn Küchenmaschinen mit Schwenkarm und Motor im Kopf oder mit Mixgefäß und Antrieb von unten getestet, darunter Modelle von Bosch, Philips oder Kitchenaid. Den Testsieg heimste die Bosch Serie 6 MUMS6ZS13D ein, die das Urteil "gut" erhielt und preislich bei etwa 700 Euro liegt. Ebenfalls gut schnitt ein weiteres Modell von Bosch ab, die Serie 4 MUM58W20. Es kostet inklusive Zubehör rund 300 Euro. Das Gerät kann kneten, raspeln und pürieren. Noch günstiger ist die getestete Kenwood Multipro Onetouch: Sie kostet 199 Euro. Sie erhielt allerdings nur die Note "ausreichend", da sie im Betrieb wackelt und sich der Deckel lösen kann, woraufhin die Maschine automatisch stoppt, so Warentest.
Quelle: Stiftung Warentest
