Unglück in Spanien: Bilder der Zug-Katastrophe

Published 2 hours ago
Source: stern.de
Unglück in Spanien: Bilder der Zug-Katastrophe

Mindestens 21 Menschen sind tot, viele weitere schwer verletzt. Ein verheerendes Zugunglück im Süden des Landes erschüttert Spanien. Die Bilder der Katastrophe.

Spanien steht unter Schock: Bei einem schrecklichen Zugunglück nahe der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba im Süden des Landes sind am Sonntagabend mindestens 21 Menschen gestorben. Laut offiziellen Angaben könnte die Zahl der Todesopfer weiter steigen, viele Menschen wurden schwer verletzt.

Zu dem Unglück kam es, als ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug des italienischen Unternehmens Trenitalia auf dem Weg von Málaga in die Hauptstadt Madrid entgleiste. Der Zug geriet auf das benachbarte Gleis. Dort war gerade ein Hochgeschwindigkeitszug des staatlichen spanischen Eisenbahnunternehmens Renfe unterwegs, der ebenfalls entgleiste.

Spanien: Unfall laut Verkehrsminister "extrem seltsam"

Die Ursache für das Unglück ist bislang unklar. Es passierte offiziellen Angaben zufolge auf einem geraden Streckenabschnitt, der offenbar erst kürzlich sanniert worden war. Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente sagte daher, der Unfall sei "extrem seltsam". Weitere aktuelle Informationen finden Sie hier.

Augenzeugen schilderten gegenüber Medienvertretern, wie sie das Unglück erlebten. „Es gab einen Moment, da fühlte es sich an wie ein Erdbeben“, sagte etwa ein Journalist, der als Passagier in einem der beiden verunglückten Züge saß. Eine Frau berichtete, nach einer plötzlichen Bremsung habe sie Schreie gehört: „Es war wie im Horrorfilm“, sagte sie. Der Polizeichef der Region sprach gegenüber Medienvertretern über die herausfordernden Bergungsarbeiten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bereits 2013 erlebte Spanien ein schweres Zugunglück

Das Unglück weckt in Spanien schlimme Erinnerungen an einen Zugunfall vor knapp 13 Jahren: Am 24. Juli 2013 entgleiste ein Zug wenige Kilometer vor dem Bahnhof von Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens in einer Kurve und krachte gegen eine Begrenzungsmauer. 80 Menschen starben bei dem Unglück, mehr als 140 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. 

Das Unglück zog eine langjährige juristische Aufarbeitung nach sich. Im Sommer 2024 wurden ein Lokführer und ein ehemaliger Sicherheitschef des Schienennetzbetreibers wegen fahrlässiger Tötung zu je zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

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