Südafrika hat nach den schweren Überschwemmungen mit dutzenden Toten den nationalen Notstand ausgerufen. "Ich stufe das Ereignis als nationale Katastrophe ein", erklärte der Leiter des südafrikanischen Katastrophenschutzzentrums, Elias Sithole, am Sonntag. Während die Behörden die Suche nach Überlebenden und die Bergung von Leichen auch am Wochenende fortsetzten, begannen die Fluten in einigen Gebieten zurückzugehen.
Der berühmte Krüger-Nationalpark, der am Donnerstag wegen der Überschwemmungen geschlossen werden musste, soll ab Montag wieder für Tagesgäste öffnen. Die Parkverwaltung rief Besucher zugleich zur Vorsicht auf.
Sowohl Südafrika als auch das benachbarte Mosambik werden seit Wochen von heftigen Regenfällen und Stürmen heimgesucht. Allein in den nordöstlichen Provinzen Limpopo und Mpumalanga in Südafrika starben dabei mehr als 30 Menschen. In mehreren Regionen Mosambiks traten Flüsse über die Ufer und überschwemmten ganze Stadtviertel, wodurch tausende Menschen vertrieben wurden. Nach Behördenangaben starben in Mosambik seit dem 21. Dezember mindestens acht Menschen durch die Fluten.
