Knapp drei Monate nach dem spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl im Pariser Louvre sind die Ermittler laut der zuständigen Staatsanwältin noch immer entschlossen, den gestohlenen Schmuck wiederzufinden. Die Befragungen der festgenommen Tatverdächtigen hätten bisher zwar keine neuen Erkenntnisse gebracht, sagte die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau der Nachrichtenagentur AFP. Der Fall habe aber nach wie vor höchste Priorität. "Unser Hauptziel ist es noch immer, den Schmuck wiederzufinden", betonte sie.
Bei dem Einbruch am 19. Oktober hatten die Diebe Kronjuwelen im materiellen Wert von etwa 88 Millionen Euro und unschätzbarem historischen Wert gestohlen. Die Täter waren am helllichten Tag mit Hilfe eines Lastenaufzugs durch ein Fenster in das weltberühmte Museum eingedrungen. Die Polizei glaubt, alle vier Diebe festgenommen zu haben.
Bei ihrer Flucht auf Motorrollern hatten die Diebe eine Krone verloren. Acht weitere Schmuckstücke, darunter eine mit Smaragden und Diamanten verzierte Kette, die Napoleon Bonaparte seiner zweiten Ehefrau Marie-Louise geschenkt hatte, bleiben verschwunden.
Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Schmuck ins Ausland gebracht worden sei, sagte Beccuau und betonte zugleich: "Alles ist möglich". Sie fügte hinzu, dass die Ermittler mit "Vermittlern in der Kunstwelt" auch international vernetzt seien. Unklar bleibt auch, ob die Diebe Auftraggeber hatten. Diese Hypothese werde in Betracht gezogen, "kann aber nicht als sicherer als jede andere Hypothese angesehen werden", sagte Beccuau.
