Bob Hanning führt Italiens Handballer erstmals seit fast drei Jahrzehnten zurück auf die EM-Bühne. Die Azzurri erleben bei ihrer Rückkehr einen Abend zum Vergessen.
Bob Hanning hat bei seinem ersten EM-Auftritt als italienischer Nationaltrainer eine heftige Klatsche kassiert. Die teils überforderten Azzurri, die erstmals seit 1998 wieder bei einer Handball-Europameisterschaft antreten, wurden zum Vorrundenauftakt von Island regelrecht überrollt und gingen mit 26:39 (12:21) unter. Die Isländer gelten für viele Experten als Medaillenkandidat.
Der frühere DHB-Vizepräsident Hanning, der auch Geschäftsführer des deutschen Meisters Füchse Berlin ist, hatte die Italiener im Vorjahr übernommen. Ziel ist es, die Mannschaft wieder zu einem Dauergast auf internationalem Parkett und die Sportart im eigenen Land populärer zu machen.
Weitere Gegner der Italiener sind am Sonntag Ungarn und am Dienstag Polen. Nur die besten zwei Teams jeder Vorrundengruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde. Hanning hatte die zweite Turnierphase als Ziel ausgerufen - auch wenn die Südeuropäer Außenseiter seien.
