Feuerwehr bestätigt: Von ICE-Beamten getötete Frau aus Minneapolis wies vier Schusswunden auf

Published 1 hour ago
Source: stern.de
Feuerwehr bestätigt: Von ICE-Beamten getötete Frau aus Minneapolis wies vier Schusswunden auf

Der Vorfall erschütterte das ganze Land: Ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE hat eine 37-jährige Mutter hinter dem Steuer ihres Autos erschossen. Jetzt gibt es neue Details.

Die in der vergangenen Woche durch Schüsse eines ICE-Beamten in Minneapolis getötete US-Autofahrerin Renée Good wies einem Bericht der Feuerwehr zufolge vier Schussverletzungen auf, als die Rettungskräfte eintrafen. 

Die unbewaffnete 37-Jährige habe zwei Schusswunden in der Brust, eine am linken Unterarm und eine "auf der linken Seite des Kopfes" gehabt, berichtete die "Minnesota Star Tribune" am Freitag unter Berufung auf den ihr vorliegenden Bericht.

Rettungskräfte konnten nichts mehr tun

Die Einsatzkräfte fanden die Frau bewusstlos in ihrem Pkw vor, aus ihrem linken Ohr floss Blut, ihre Pupillen waren erweitert, heißt es laut dem Bericht weiter. Rettungskräfte versuchten vergeblich, Good vor Ort und im Krankenwagen wiederzubeleben. Im Krankenhaus wurde dann ihr Tod festgestellt.

Mehrere Medien veröffentlichten Auszüge aus bei der Notrufzentrale 911 eingegangenen Anrufen. Demnach sagte ein Anrufer: "Es sind 15 Polizisten der ICE vor Ort. Sie haben auf sie geschossen, weil sie die Autotür nicht öffnen wollte." "Bitte schicken Sie einen Krankenwagen, bitte einen Krankenwagen", sagte den Berichten zufolge ein anderer Anrufer.

Ein ICE-Beamter hatte die Familienmutter in ihrem Auto mit mehreren Schüssen getötet. Der Vorfall löste landesweit Proteste aus, allein in Minneapolis gingen am Samstag tausende Menschen auf die Straßen.

Landesweite Reaktionen auf umstrittenen ICE-Einsatz

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump stellt Good seit dem Vorfall als "inländische Terroristin" dar, die von dem Beamten in einem Akt der Selbstverteidigung getötet worden sei, nachdem sie ihn "überfahren" wollte.

Diese Darstellung wird von örtlichen Behördenvertretern entschieden zurückgewiesen. Sie betonen unter Verweis auf Videos von dem Vorfall, dass Good ihr Fahrzeug von dem ICE-Beamten weggesteuert und keinerlei Gefahr für den Mitarbeiter dargestellt habe.

Categories

ICERenee GoodSchusswundeMinneapolis