Die Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark verzögert sich voraussichtlich um zwei Jahre. Ob sich auch Zeit wieder aufholen lässt, ist unklar.
Die Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark verzögert sich voraussichtlich bis 2031. Die Absenkung der Tunnelelemente habe sich um zwei Jahre verspätet, sagte Mikkel Hemmingsen, Vorstandschef der staatlichen dänischen Sund & Bælt Holding A/S, zu der auch der Bauträger Femern A/S gehört.
"Es war schwieriger als geplant", sagte Hemmingsen. Die Methode des Absenkens mit Hilfe von zwei Spezialschiffen sei zuvor nur im Öresund erprobt worden, der mit 15 Metern deutlich flacher sei als der Fehmarnbelt mit 45 Metern. "Und man muss die Elemente mit einer Präzision von einem halben Zentimeter niederlegen", betonte er. "Und da muss man sicher sein".
Ob sich verlorene Zeit aufholen lässt, sei unklar. "Wir sagen, dass wir zwei Jahre Verspätung haben", sagte Hemmingsen und betonte, dass alles getan werde, um den Bau so schnell wie möglich abzuschließen. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2029 geplant.
Günther: "Größte Baustelle in Nordeuropa"
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther besuchte das Projekt und sprach von der größten Baustelle in Nordeuropa. Der CDU-Politiker erwartet, dass die Region in Schleswig-Holstein erheblich profitiere. Der 18 Kilometer lange Fehmarnbelt-Tunnel für Autos und Züge soll die Insel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden.
Auf deutscher Seite entsteht eine Hinterlandanbindung, die auch den Fehmarnsund-Tunnel zwischen der Insel und dem deutschen Festland umfasst. Deutschland geht ebenfalls davon aus, dass sich der Bau über das Jahr 2029 hinaus verzögern wird.
