Tiefe Furchen, teure Schäden: Mehrere Sportplätze sind nach Auto-Stunts von Unbekannten kaum noch zu bespielen. Vereine bangen um ihren Saisonstart – und die Kommunen fürchten hohe Reparaturkosten.
Unbekannte haben in den vergangenen Tagen mit Autos ihre Runden auf mehreren Sportplätzen gedreht und die Fußballfelder stark beschädigt. Nach Angaben der Polizei waren drei Plätze in Dettenhausen (Kreis Tübingen), Bisingen (Zollernalbkreis) und im Rottenburger Stadtteil Seebronn (Kreis Tübingen) von dem "Drifting" betroffen. Im vergangenen November hatte bereits ein Auto auf dem Sportplatz in Mössingen-Belsen (Kreis Tübingen) seine Spuren hinterlassen. Die Polizei hatte daraufhin einen 19 Jahre alten Tatverdächtigen ermittelt.
Unter anderem drehten der oder die Täter mit einem Auto sogenannte Donuts auf dem Rasen eines Fußballplatzes. Dabei wird das Auto an einem Punkt durch Gasgeben gedreht. Zurück blieben teils tiefe Furchen, die den Spielplan der Fußballvereine zum Start in die Freiluftsaison infrage stellen, wie Vorstandsmitglied Ingo Schiedt vom SV Seebronn sagte.
Wollten sie nur ihren Spaß ausleben?
"Wir hatten Glück, dass der Boden gefroren gewesen ist und es nicht ganz so tief reingehen konnte", sagte Schiedt. Der Club habe eine Spielergemeinschaft mit seinem Nachbarverein. Gemeinsam werde nun der Ablauf besprochen. Schiedt ist unsicher, wann die Fußballspieler seines Vereins wieder auf dem Seebronner Rasen kicken können.
Die Polizei ermittelt in den Fällen. Details zu Tätern sind nicht bekannt. "Ich könnte mir vorstellen, dass das junge Erwachsene waren, die da ihren Spaß ausleben wollten", sagte Schiedt. Sein Verein sei im Austausch mit dem ein oder anderen Club, um zu schauen, ob Absperrungen, Zäune oder Videoüberwachung helfen könnten.
Kosten für die Kommunen
Auf die betroffenen Kommunen kommen deftige Kosten zu. Mössingen wird für die noch nicht abgeschlossenen Sanierungsarbeiten zwischen 30.000 und 40.000 Euro zahlen müssen. Teurer wird es, sollte ein Rasen neu gepflanzt werden müssen.
