Empathielosigkeit, "Tennisschäferstündchen" und Vorwürfe zum Umgang mit Anschlägen: Was Berlins Regierungschef Kai Wegner im Parlament alles vorgehalten wurde.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) musste sich nach seiner Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus viel Kritik anhören. Die Spitzenkandidatin der Linke für die Wahl im September, Elif Eralp, attestierte dem Regierungschef mangelndes Urteilsvermögen und Empathielosigkeit gegenüber den Menschen in der Stadt.
"Sie haben dem Vertrauen in die Politik massiv geschadet. Eine unverzügliche Entschuldigung wäre das Mindeste gewesen", sagte sie im Landesparlament. "Und selbst heute haben Sie die Chance dafür nicht wahrgenommen."
AfD fordert Konsequenzen von Wegner
Die AfD-Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker schlug in dieselbe Kerbe: "Viele hätten Ihnen Ihr Tennisschäferstündchen nicht übelgenommen", sagte sie an Wegner gerichtet. Aber dass er nicht die Größe habe, sich dafür zu entschuldigen, sage mehr als tausend Worte über ihn. "Wenn Sie einen Funken Anstand besitzen, sollten sie die Konsequenzen ziehen."
Brinker warf Wegner und dem Senat vor, nach früheren Anschlägen wie dem im Herbst in Treptow-Köpenick nicht die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen zu haben. "Stattdessen haben Sie die Hände in den Schoß gelegt und Menschen dem Risiko solcher Attacken ausgesetzt."
Die AfD-Politikerin kritisierte, solche linksextremistischen Straftaten hätten den schwarz-roten Senat genauso wenig interessiert wie den rot-grün-roten davor. "Der Terror von links ist hier in Berlin offenbar unantastbar."
