Im Fall des getöteten Fabian aus Güstrow könnten die Ermittler früher am Ziel sein, als bisher angenommen. Der zuständige Oberstaatsanwalt nennt einen konkreten Monat.
Seit der achtjährige Fabian aus Güstrow im Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter verschwunden und Tage später tot aufgefunden wurde, laufen die Ermittlungen der Polizei. Bisher hieß es, die Ermittler bräuchten für ihre Arbeit bis März. Nun rechnet Oberstaatsanwalt Harald Nowack laut dem Nachrichtenportal "T-Online" mit einem "zeitnahen" Ende der Ermittlungen: "Wir gehen derzeit von einem Abschluss der Ermittlungen im Februar aus."
Die Leiche des Jungen wurde am 14. Oktober 2025 an einem Tümpel im Ort Klein Upahl – rund 15 Kilometer südlich von Güstrow – gefunden. Sie soll Brandspuren aufgewiesen haben. "Wir haben alle Zeugen gehört, die in diesem Fall etwas zu sagen hatten", sagte Nowack "T-Online". Zu den Umständen der Tat und zur Identität der Tatverdächtigen, die Anfang November inhaftiert wurde, teilte die Staatsanwaltschaft bislang kaum Details mit. Medienberichten zufolge handelt es sich bei ihr um eine 29-Jährige, die bis zum vergangenen Sommer mit Fabians Vater liiert gewesen sein soll. Laut Nowack besteht gegen sie "weiter ein dringender Tatverdacht".
Nur eine Tatverdächtige im Fall Fabian
Die Tatverdächtige soll nacheinander zwei Männer zu Fabians Leichnam geführt haben, bevor sie selbst gegenüber der Polizei angab, ihn bei einem Spaziergang zufällig entdeckt zu haben. "Es gibt nur eine Beschuldigte", sagte Nowack "T-Online".
Kurz vor Weihnachten hatte das Landgericht Rostock eine Beschwerde des Anwalts der Frau gegen die Untersuchungshaft abgewiesen. "Das Vorbringen der Beschuldigten rechtfertigt nach Auffassung der zuständigen Beschwerdekammer keine andere Entscheidung", teilte das Gericht am 19. Dezember 2025 mit. Es lägen nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen die Voraussetzungen zum Vollzug des ergangenen Haftbefehls weiterhin vor.
Quellen:"T-Online", Nachrichtenagenturen AFP und DPA
